Sie gelten als friedlich: Mehrere Orcas rammen und beschädigen Yacht

Gibraltar - Schwertwale gelten eigentlich als friedlich, doch in der Straße von Gibraltar jagten nun mehrere der Tiere einer Gruppe von Marineleuten eine Heidenangst ein.

In der Meerenge von Gibraltar wurden zwei Yachten von einer Gruppe Orcas gerammt. (Symbolbild)
In der Meerenge von Gibraltar wurden zwei Yachten von einer Gruppe Orcas gerammt. (Symbolbild)  © Francesco Riccardo Iacomino/123RF

Eine Videoaufnahme zeigt, wie mehrere Orcas eine Yacht rammen und dabei beschädigen.

Das Boot gehört der spanischen Marine, wie der Guardian berichtet. Der Vorfall ereignete sich Ende August.

Die Besatzung verlor einen Teil ihres Ruders. Zwei Wochen später geschah ein ähnliches Unglück, bei dem die Orcas das Lenkungssystem einer Marineyacht außer Kraft setzten, sodass die Menschen von einem anderen Schiff gerettet werden mussten.

"Die Interaktionen der Orcas haben zum größten Teil mittelgroße Boote mit einer Länge von 15 Metern oder weniger betroffen", teilte ein spanisches Ministerium mit.

Warum sich die Schwertwale plötzlich so aggressiv verhalten, ist nun Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen.

Experten für Meeressäugetiere sagen, dass Orcas normalerweise jedes Jahr im September in Galizien gesichtet werden, wo sie den Thunfischen bis in den Golf von Biskaya folgen. Derartige Begegnungen zwischen Mensch und Tier, die den jüngsten Vorkommnissen ähneln würden, gab es jedoch noch nie.

Video zeigt die wilden Orcas, die die Yacht rammen und beschädigen

Bis auf Weiteres hat Spanien nun den Einsatz von Yachten in der Meerenge verboten. Bruno Díaz, Biologe am örtlichen Delfin-Forschungsinstitut, vermutet hinter den Vorfällen nichts Schlimmes. Bei den Tieren handele es sich womöglich um "unreife Teenager-Orcas", die einfach nur ihren Spaß haben wollten.

"Wir sind nicht ihre natürliche Beute. Die Orcas lassen sich lediglich von den Booten mitreißen und haben anscheinend Spaß daran, Schaden zu verursachen. Das sollte man aber nicht allzu ernst nehmen", so Díaz.

Titelfoto: Francesco Riccardo Iacomino/123RF

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