Streunender Hund will gerettet werden und rennt Auto hinterher

Griechenland - Valia Orfanidou fuhr gerade eine Landstraße in Griechenland entlang, als ein kleiner schwarzweißer Welpe aus dem Gebüsch sprang und ihrem Auto hinterherlief.

"Hey, halt an!" Dieser kleine Streuner rannte dem Auto so lang nach, bis es endlich zum Stehen kam.
"Hey, halt an!" Dieser kleine Streuner rannte dem Auto so lang nach, bis es endlich zum Stehen kam.  © YouTube/Screenshot/The Orphan Pet

Als Orfanidou ihn im Rückspiegel bemerkte, wurde ihr schnell klar, welche Absicht der Streuner hatte.

"Mein erster Gedanke war: 'Oh nein, noch einer'", sagte Orfanidou dem amerikanischen Tiermagazin The Dodo. "In Griechenland gibt es etwa 3 bis 5 Millionen streunende Hunde. Die Straßen hier sind wie ein offenes Tierheim – wer seinen Hund nicht mehr haben will, wirft ihn auf die Straße."

Orfanidou rettet regelmäßig Hunde und berichtet in ihrem Blog The Orphan Pet und auf ihrem gleichnamigen YouTube-Kanal über ihre Erfahrungen.

Im ersten Moment reagierte er panisch, als Orfanidou ihn endlich einfangen konnte

Der kleine Racker war sich unsicher, ob er Valia Orfanidou vertrauen konnte oder nicht.
Der kleine Racker war sich unsicher, ob er Valia Orfanidou vertrauen konnte oder nicht.  © YouTube/Screenshot/The Orphan Pet

Als sie nun also im Auto saß und den kleinen Welpen sah, wusste sie, dass sie ihn nicht einfach zurücklassen konnte. Kurzerhand hielt sie den Wagen an und machte sich an die scheinbar unmögliche Aufgabe, den Hund zu sich zu locken.

"Als ich anhielt, versteckte er sich unter den Rädern des Autos", so Orfanidou. "Jedes Mal, wenn ich mich näherte, versteckte er sich, und wenn ich ein paar Schritte zurückging, kam er aus seinem Versteck und bellte mich an, als wolle er mir etwas sagen."

Nach einem etwa 10-minütigem Versteckspiel konnte Orfanidou den Streuner endlich fassen und behutsam auf den Rücksitz des Autos setzen.

Zwar reagierte er im ersten Moment verstört und ängstlich – fasst schon panisch. Nach nur wenigen Sekunden merkte er jedoch, dass er dieser Frau vertrauen konnte und begann, fröhlich mit dem Schwanz zu wedeln.

Noch immer kümmert sich die junge Frau liebevoll um den Welpen, der genau in diesem Moment zu einem starken Rüden heranwächst. Getauft wurde er übrigens auf den Namen "Bandit".

"Er ist so unabhängig und willensstark", sagte Orfanidou stolz. Es wird ihr verdammt schwerfallen, sich von ihm zu verabschieden.

Momentan wird nach einer neuen Familie für Bandit gesucht, die ihm endlich die Liebe und Aufmerksamkeit geben kann, die er verdient.

Titelfoto: Montage: YouTube/Screenshot/The Orphan Pet

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