Klein, aber oho: So viele Milliarden ist die Bestäubungs-Arbeit von Insekten wert

Stuttgart - Der volkswirtschaftliche Nutzen der Bestäubungsarbeit von Insekten beträgt einer Studie zufolge im Schnitt 3,8 Milliarden Euro pro Jahr in Deutschland.

Bestäuberin in Aktion: Eine Hummel sammelt auf einer Lavendelpflanze Pollen.
Bestäuberin in Aktion: Eine Hummel sammelt auf einer Lavendelpflanze Pollen.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Wissenschaftler der Universität Hohenheim in Stuttgart simulierten für die Berechnung einen plötzlichen Wegfall aller bestäubenden Insekten.

Das sei zwar kein realistisches Szenario, erklärte Christian Lippert vom Fachgebiet Produktionstheorie und Ressourcenökonomik im Agrarbereich.

So ließen sich die Werte aber am ehesten abschätzen.

Weltweit bezifferten sie den Wert der Insektenarbeit sogar mit einer Billion US-Dollar.

Solche Berechnungen unterscheiden sich je nach Ansatz und beruhen in der Regel auf vielen Annahmen und Schätzwerten.

So sind den Forschern zufolge bei Äpfeln und Kirschen beispielsweise im Schnitt rund zwei Drittel des Ertrags der Bestäubung durch Tiere zu verdanken, beim Kürbis sogar 95 Prozent.

Ein schlagartiger Wegfall aller Bestäuber würde der Studie zufolge zu Ernteausfällen führen, die Preise würden steigen.

Titelfoto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

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