Süße Kälbchen beinahe von ICE zerschmettert: So wurden sie gerettet

Kassel - Zwei süße Kälbchen packte unlängst in Nordhessen offenbar die Abenteuer-Lust. Sie büxten aus, doch beinahe hätten sie ihren Ausflug mit dem Leben bezahlt.

Die beiden Kälbchen wurde gerettet und überstanden das Abenteuer wohlbehalten.
Die beiden Kälbchen wurde gerettet und überstanden das Abenteuer wohlbehalten.  © Bundespolizeiinspektion Kassel

Die beiden Kälber standen am Pfingstsamstag auf einer Weide bei der Gemeinde Körle südlich von Kassel, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.

Gegen 20 Uhr am Samstag verließen die beiden jungen Kühe die Weide. Sie gelangten bei ihrer Entdeckungstour zu einem Überholbahnhof und bewegten sich dann in Richtung der Gleise.

Es handelt sich dabei um eine ICE-Strecke. "Hier fahren Züge mit einer Geschwindigkeit von bis zu 250 Stundenkilometern", beschrieb ein Sprecher der Bundespolizeiinspektion Kassel die bedrohliche Situation.

Keine Frage, hätte ein herannahender ICE die Tiere auf den Gleisen erwischt, die Kälbchen wären zerschmettert worden. Doch die beiden abenteuerlustigen Kälber hatten Glück. 

Zwei Jungen im Alter von 13 und 14 Jahren wurden auf die Ausreißer aufmerksam und erkannten die Gefahr. Mithilfe von Stricken konnten die "jungen Cowboys" die Kälber festhalten.

Der 14-Jährige rief zudem mit seinem Mobiltelefon die Polizei und bat um Hilfe.

Zwei junge Kälber bei der ICE-Strecke bei Körle unterwegs

Die Beamten waren schnell vor Ort. Zur Sicherheit musste auch der Bahnverkehr auf dem betroffenen Streckenabschnitt bei Körle langsamer fahren. "Insgesamt verspäteten sich dadurch fünf Züge jeweils um rund zehn Minuten", ergänzte der Polizeisprecher.

Der Halter der Kälbchen wurde ermittelt und seine Tiere wurden zu ihm zurückgebracht. Gegen den Tierhalter wurde durch die Bundespolizei ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Titelfoto: Bundespolizeiinspektion Kassel

Mehr zum Thema Tiere:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0