Politiker werfen im Parlament mit Schweinedärmen um sich

Taiwan - Im Streit um US-Fleischimporte ist es im Parlament der Inselrepublik Taiwan zu einem Tumult mit Schweinedärmen gekommen. Auch Taiwans Ministerpräsident Su Tseng-chang (73) wurde mit den Innereien beworfen.

Su Tseng-chang (73, M.), Ministerpräsident von Taiwan, spricht im Parlament, als er mit Schweineinnereien beworfen wird.
Su Tseng-chang (73, M.), Ministerpräsident von Taiwan, spricht im Parlament, als er mit Schweineinnereien beworfen wird.  © -/FTV/AP/dpa

Wie lokale Medien berichteten, entleerten Mitglieder der Oppositionspartei Kuomintang (KMT) am Freitag Eimer mit den Innereien im Parlament und warfen damit auf ihre politischen Gegner.

Auf Videos von dem Vorfall war zu sehen, wie Politiker aus beiden Lagern die Schweineteile aufnahmen und sich gegenseitig damit bewarfen.

Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen hatte im August angekündigt, dass die Regierung ab dem 1. Januar die Einfuhr von US-amerikanischem Schweinefleisch mit dem Zusatzstoff Ractopamin, der bislang nicht eingeführt werden durfte, gestatten wird.

Das Mittel wird in der Schweine- und Rindermast verwendet, um den Magerfleischanteil zu erhöhen.

In der Europäischen Union sind sowohl die Verwendung von Ractopamin im Futter als auch der Import von Fleisch mit Ractopaminrückständen verboten, während das Mittel in den USA zugelassen ist.

Auf der Plattform YouTube erreichten Szenen des kuriosen Vorfalls mehrere tausend Aufrufe.

Videos des Vorfalls kursieren auf YouTube

Im Netz sorgten die Szenen für große Belustigung. Einige der User zeigten sich verwirrt, dass keiner der Sicherheitsmänner misstrauisch geworden war. Immerhin wurden die Schweineteile in großen Eimern in das Parlament geschmuggelt.

Titelfoto: -/FTV/AP/dpa

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