Grausam! Als Tierschützer dieses Fellknäuel genauer betrachten, sind sie zutiefst geschockt

Frankfurt am Main - Es sind teils erschreckende Bilder, die sich dem Betrachter ins Auge brennen - und umgehend fragt man sich, wie ein Mensch einem hilflosen Tier so etwas nur antun kann. Am Sonntag fanden Spaziergänger in der Mainmetropole Frankfurt ein völlig verwahrlostes Kaninchen. Das Tier war mehr tot als lebendig.

Die Augen des völlig verwahrlosten Kaninchens waren komplett vereitert.
Die Augen des völlig verwahrlosten Kaninchens waren komplett vereitert.  © Facebook/Tierschutzverein Frankfurt und Umgebung von 1841 e.V.

Von diesem unbarmherzigen und brutalen Akt der Skrupellosigkeit berichtete der Tierschutzverein Frankfurt und Umgebung am Montag via Facebook.

Wie die Tierfreunde mitteilten, hatten zwei aufmerksame Passanten das kleine Schlappohr auf einem Friedhof in Grießheim entdeckt.

Leider war dieser Fundort makabererweise nicht gänzlich unpassend, da das Tier in seinem Zustand beinahe mehr tot als lebendig gewesen war.

Umgehend brachten die beiden mitfühlenden Finder das Kaninchen in die Obhut des Frankfurter Tierschutzvereines, wo sich umgehend um das Fellohr gekümmert wurde.

Dabei wurde aber auch das überaus erschreckende Ausmaß der Verwahrlosung des Tieres offenbart.

Die hauseigene Tierärztin stellte neben dem total verfilzten Fell außerdem traurigerweise fest, dass die bereits völlig vom Tierhaar zugewachsenen Augen vollends vereitert waren. Auch dieser wurde in mühseliger und möglichst feinfühliger Pflegearbeit entfernt, sodass die Äuglein des völlig allein zum Sterben zurückgelassenen Tieres wieder zum Vorschein kamen. Die Verantwortlichen des Tierschutzvereines konnten lediglich versuchen, sich vorzustellen, unter welchen Qualen das Kaninchen gelitten haben mag.

Im nächsten Schritt stellten sie erste Vermutungen an, wie es zu diesem unfassbaren Fall von Tierquälerei kommen konnte - und gaben direkt wichtige Hinweise an andere Tierbesitzer weiter.

Kaninchen zum Sterben auf Friedhof ausgesetzt: Tierschutzverein sieht unfassbaren Fall von Tierquälerei

Vor lauter Fell waren nicht einmal mehr die Augen des Schlappohres zu sehen.
Vor lauter Fell waren nicht einmal mehr die Augen des Schlappohres zu sehen.  © Facebook/Tierschutzverein Frankfurt und Umgebung von 1841 e.V.

So gehe man seitens der Tierschützer davon aus, dass man sich seitens des Halters zunächst viel zu lange mit angesehen hatte, wie das arme Wesen mit der Zeit verwahrloste, ehe man den "leichteren Weg" ging und es einfach in der Kälte aussetzte.

Um eine Wiederholung eines derartig unwürdigen Umgangs mit einem Tier in Zukunft zu vermeiden, baten sie nochmals darum, Haustiere nicht einfach auf sich allein gestellt auszusetzen.

Ein Tierheim in der näheren Umgebung würde laut dem Tierschutzverein Frankfurt und Umgebung IMMER eine Möglichkeit finden, ein hilfloses Tier unterzubringen.

Titelfoto: Facebook/Tierschutzverein Frankfurt und Umgebung von 1841 e.V.

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