Rotmilan sechs Wochen lang aufgepäppelt, jetzt darf er losfliegen

Mössingen - Im Vogelschutzzentrum in Mössingen (Landkreis Tübingen) werden immer wieder Rotmilane betreut, gepflegt und aufgepäppelt.

Ein Rotmilan verlässt in der Nähe des Vogelschutzzentrums Mössingen einen Transportkäfig. Die Mitarbeiter haben den Vogel, der geschwächt gefunden wurde, in knapp sechs Wochen aufgepäppelt.
Ein Rotmilan verlässt in der Nähe des Vogelschutzzentrums Mössingen einen Transportkäfig. Die Mitarbeiter haben den Vogel, der geschwächt gefunden wurde, in knapp sechs Wochen aufgepäppelt.  © Marijan Murat/dpa

Einer der gefiederten Schützlinge konnte am Dienstag nach sechs Wochen in der Pflege wieder in die Freiheit entlassen werden. Der Greifvogel war vor sechs Wochen geschwächt zu den Experten gebracht worden.

Nach Ansicht des Leiters des Zentrums, Daniel Schmidt-Rothmund, haben die Deutschen eine besondere Verantwortung, wenn es um den Rotmilan geht.

Jüngeren Erhebungen zufolge wird der Bestand der Vögel, die nahezu nur in Europa vorkommen, auf 25.200 bis 33.400 Brutpaare geschätzt. 

Davon beherbergt Deutschland 14.000 bis 16.000 Paare, etwa 2800 bis 3400 davon in Baden-Württemberg und hier vor allem auf der Schwäbischen Alb und der Baar. 

Hauptgrund für die Abnahme der Bestände ist nach Einschätzung der Tierschützer die viel zu intensive Landwirtschaft, die die Nahrungsgrundlage der Vögel einschränkt.

Der Rotmilan (Milvus milvus) ist ein Greifvogel, der etwa so groß wie ein Bussard wird. Das Gefieder ist bräunlich, der Kopf weißlich bis grau. Besonderes Kennzeichen ist der lange, gegabelte, rostrote Schwanz.

Rotmilane bevorzugen eine abwechslungsreiche Landschaft mit kleinen Waldstücken und freien Grünflächen. Dort können die Vögel ihre Beute - kleine Nagetiere, aber auch Kleinvögel - gut aus der Luft entdecken.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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