Polizei übergibt hilfloses, benommenes Reh an Tierpfleger

Neuhaus-Schierschnitz - Tierischer Einsatz für die Beamten der Polizeiinspektion Sonneberg am vergangenen Freitag.

Ein Polizist führt das Reh an einer Leine.
Ein Polizist führt das Reh an einer Leine.  © Landespolizeiinspektion Saalfeld

Den Angaben zufolge hatten Anwohner aus Neuhaus-Schierschnitz ein Reh entdeckt, welches eine Böschung nicht hinaufkam.

Laut Polizei machte das Tier einen benommenen Eindruck. Äußerlich schien es jedoch unverletzt zu sein. Ob es in einen Wildunfall verwickelt war, konnte am Anfang nicht gesagt werden. In der Zwischenzeit ist jedoch von einer Beteiligung an einem Wildunfall auszugehen, so die Beamten.

Der hinzugerufene Jagdpächter entschied sich nach seiner Ankunft dafür, das Reh nicht von seinem Leid "zu befreien". Daraufhin wurde der Vierbeiner einer privaten Pflegestelle übergeben und konnte tierärztlich untersucht werden.

Die Polizei erklärte in diesem Zusammenhang, dass verletzte Tiere oftmals nach einem Unfall liegen bzw. ihrem Schicksal überlassen werden, wenn am Fahrzeug kein Schaden zu erkennen ist. Es sei jedoch dringend notwendig, die Polizei oder den zuständigen Jagdpächter zu informieren. Diese würden dann geeignete Maßnahmen ergreifen, heißt es.

Wer einen Wildunfall nicht meldet, begeht eine Ordnungswidrigkeit, welche dem verantwortlichen Fahrzeugführer bis zu 5000 Euro kosten kann, betonte die Polizei.

Titelfoto: Landespolizeiinspektion Saalfeld

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