Schuldiger für Hunderte tote Fledermäuse nicht zu ermitteln

Freiburg - Nachdem in einer Lüftungsanlage eines Gebäudes der Universität Freiburg 700 Fledermäuse gestorben waren, wird ein Schuldiger vermutlich nie ermittelt werden können.

Knapp 700 Fledermäuse starben in einer Lüftungsanlage eines Gebäudes der Universität Freiburg. (Symbolbilder, Fotomontage)
Knapp 700 Fledermäuse starben in einer Lüftungsanlage eines Gebäudes der Universität Freiburg. (Symbolbilder, Fotomontage)  © Montage: Klaus Bogon/Landkreis Fulda/dpa, Patrick Seeger/dpa

Bislang sei es nicht möglich gewesen, einen Tatverdächtigen zu ermitteln, sagte ein Sprecher der Polizei am Freitag. 

In dem Gebäude gingen demnach wegen Bauarbeiten Mitarbeiter von Baufirmen regelmäßig ein- und aus. Es sei deshalb nicht absehbar, dass ein Verdächtiger ausgemacht werden könne. Wegen eines Lochs im Schutzgitter, das nicht verschlossen wurde, konnten die Tiere ins Innere gelangen.

Damit nicht erneut Fledermäuse in die Lüftungsanlage eindringen können, sei Ende Juli eine provisorische Abdeckung an dem Schutzgitter angebracht worden, hieß es von der Uni. Anfang August habe zudem die Landesbehörde Vermögen und Bau die Reparatur des Gitters veranlasst. 

Im Auftrag des Freiburger Umweltschutzamts soll die Konstruktion zudem weiter "ertüchtigt" werden. Eine entsprechende Entscheidung stehe noch aus, sagte eine Uni-Sprecherin.

Etwa 2400 Fledermäuse waren in die Lüftungsanlage gelangt, 700 starben. Mitarbeiter hatten die Tiere Ende Juli in mehrere Etagen des Gebäudes für Chemie entdeckt. 

Mehr als eine Woche lang hatten Uni-Mitarbeiter und ehrenamtliche Helfer versucht, die Flugtiere unter Anleitung von Experten zu retten. Ein Gutachter stellte laut Polizei fest, dass die Fledermäuse die am Boden gelegene Lüftungsanlage des Hochhausgebäudes für eine Höhle gehalten hatten und deshalb dort eingedrungen waren. 

Schon im Jahr 2001 waren Tiere an der Lüftungsanlage entdeckt und die Anlage deshalb mit einem Fledermaus-Schutzgitter versehen worden.

Titelfoto: Montage: Klaus Bogon/Landkreis Fulda/dpa, Patrick Seeger/dpa

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