Hund hat Hunger und nascht auf einem Feld: Kopf angeschwollen - Besitzerin hat diese Warnung!

Prestonpans (Schottland) - Hündchen Hector hatte Hunger. Auf einem Feld machte sich der Cocker Spaniel über nicht ganz so süße Früchtchen her - und bekam davon einen dicken Kopf!

In Schottland suchte ein Hund beim Gassigehen nach etwas Leckerem. Er geriet mit Riesenbärenklau in Kontakt. Sein Kopf schwoll daraufhin entsetzlich an. (Symbolbild)
In Schottland suchte ein Hund beim Gassigehen nach etwas Leckerem. Er geriet mit Riesenbärenklau in Kontakt. Sein Kopf schwoll daraufhin entsetzlich an. (Symbolbild)  © 123rf.com/evdoha

Eigentlich wollte Hector während eines Spaziergangs am Montagnachmittag nur etwas zu Fressen suchen und stapfte durch das hohe Gras. Doch dort kam der Vierbeiner offenbar mit einer giftigen Pflanze in Kontakt.

Dem armen Hund wurde bald schlecht und sein Kopf schwoll enorm an, berichtet "Edinburgh News" mit Bezug auf den "East Lothian Courier" (Bezahlschranke).

Besitzerin Emma Ferrier (24) aus dem schottischen Prestonpans, rund 17 Kilometer von Edinburgh entfernt, sagte, dass Hector mit ihrem Stiefvater in der Nähe eines Parks unterwegs gewesen sei und an einer langen Leine wie immer, angelockt vom saftigen Grün, aufs Feld lief.

Maus im Sofa geboren: "Fürchtegott hat dem Gevatter Tod den Stinkefinger gezeigt"
Tiergeschichten Maus im Sofa geboren: "Fürchtegott hat dem Gevatter Tod den Stinkefinger gezeigt"

Dabei kam er wohl mit den Blättern von Bärenklau in Berührung!

"Er war so oft dort, aber dieses Mal war es ganz anders. Als er zurückkam, sah er nicht in Ordnung aus und kratzte sich wütend im Gesicht", sagte die verzweifelte Hundebesitzerin.

Und weiter: "Nach ein paar Minuten war sein Gesicht fast doppelt so groß wie normal und er bekam einen anaphylaktischen Schock. Mein Stiefvater geriet ein wenig in Panik, aber glücklicherweise brachte er Hector schnell zu einem Veterinär."

Vergiftung durch Bärenklau

Jährlich erleiden Tausende Menschen und auch Haustiere Verletzungen durch Riesenbärenklau, nachdem sie in der Natur versehentlich damit in Kontakt kamen.
Jährlich erleiden Tausende Menschen und auch Haustiere Verletzungen durch Riesenbärenklau, nachdem sie in der Natur versehentlich damit in Kontakt kamen.  © 123rf.com/jpsdk

Dort hätten die Mediziner bestätigt, dass das Tier "definitiv mit etwas Giftigem in Kontakt gekommen" war. Hector habe anschließend den ganzen Nachmittag mit einer Infusion beim Tierarzt verbracht.

Es sei schwer, die eigentliche Ursache für Hectors Vergiftung herauszufinden, erklärte die Hundehalterin, die sich noch einmal in der Gegend umgesehen hatte: "Es gibt viel Bärenklau. Ich hatte es vorher nicht bemerkt."

Möglicherweise ließ das heiße Wetter in den vergangenen Tagen die Pflanzen erst so richtig aus dem Boden schießen.

Vom Karton in den Garten: Enten Chip, Chap und Trap hoffen auf ein Happyend
Tiergeschichten Vom Karton in den Garten: Enten Chip, Chap und Trap hoffen auf ein Happyend

Emma Ferrier warnte deshalb andere Hundebesitzer vor den Gefahren der giftigen Pflanze und ihren Auswirkungen auf ihre neugierigen Lieblinge. "Es könnte tödlich sein, wenn nicht sofort behandelt wird."

Hector erholt sich inzwischen zu Hause von der Tortur und bekommt Antihistaminika.

Der Saft ist für Mensch und Tier äußerst giftig

Riesenbärenklau kann bis zu 1,50 Meter groß werden. Die giftige Pflanze, die aussieht wie eine riesige Version der harmlosen Kuhpetersilie bzw. des Wilden Kerbels, ist in Großbritannien keine heimische Art und breitet sich seit Jahrzehnten unkontrolliert in Schottland aus. Ihr Saft ist für Mensch und Tier äußerst giftig und verursacht Verbrennungen und Blasenbildung auf der Haut, die unter Umständen erst nach mehreren Monaten wieder abklingen.

Die Haut kann danach über viele Jahre empfindlich gegenüber UV-Licht sein und Kontakt in Augennähe sogar zur Erblindung führen.

Titelfoto: 123rf.com/evdoha

Mehr zum Thema Tiergeschichten: