Mama stirbt nach Geburt: Affenbaby wächst in dieser zuckersüßen Patchwork-Familie auf

Magdeburg - Wenn das mal keine Liebe ist! Affenbaby Japurá war erst zwei Wochen alt, als es seine Mama verloren hat. Doch die wird nun auf herzallerliebste Art und Weise von einem ehemaligen Zoodirektor und dessen Hund ersetzt, die die Handaufzucht übernommen haben.

Eine Handaufzucht braucht viel Erfahrung und die bringt Ziehpapa Michael Schröpel definitiv mit.
Eine Handaufzucht braucht viel Erfahrung und die bringt Ziehpapa Michael Schröpel definitiv mit.  © Screenshot Facebook / Zoo Magdeburg/Michael Schröpel

Im Magdeburger Zoo kam Anfang Oktober ein kleines Springtamarin-Mädchen zur Welt. Eigentlich ein freudiges Ereignis, doch nur zwei Wochen später verstarb die Mama der Kleinen ganz plötzlich und es musste schnell Plan B her, um sie dennoch gut versorgen zu können.

Und weil die Aufgabe der Handaufzucht so viel Verantwortung und Erfahrung voraussetzt, stand laut einem Facebook-Beitrag des Tierparks im Dezember außer Frage, wer sich dafür am besten eignete: Magdeburgs ehemaliger Zoodirektor Michael Schröpel.

Das Weibchen ist nicht das erste Äffchen, das der auf Krallenaffen spezialisierte Zoologe selbst aufzieht.

Er taufte das knapp 100 Gramm leichte Fellknäuel mit den großen Kulleraugen auf Japurá und nahm sie zur Rund-um-die-Uhr-Betreuung mit nach Hause.

Heißt: Am Anfang musste sie – ähnlich wie ein menschliches Baby – alle zwei Stunden mit Milchersatz gefüttert werden. Ein Knochenjob, doch es hat sich gelohnt!

Wer kann diesen großen Kulleraugen schon widerstehen?
Wer kann diesen großen Kulleraugen schon widerstehen?  © Screenshot Facebook / Zoo Magdeburg/Michael Schröpel

Affenbaby Japurá kuschelt sich auch nachts an Ersatzpapa Michael Schröpel

Manchmal wird Berner Sennenhund Sunny das quirlige Affenbaby auch zu viel, dann verzieht er sich einfach.
Manchmal wird Berner Sennenhund Sunny das quirlige Affenbaby auch zu viel, dann verzieht er sich einfach.  © Screenshot Facebook / Zoo Magdeburg/Michael Schröpel

Inzwischen veröffentlichte der Magdeburger Zoo bei Facebook ein Update, Japurá entwickelt sich offenbar prächtig. Stolze 265 Gramm wiege das kleine freche Äffchen nun und mache seinem Artnamen alle Ehre, heißt es.

Und großen Hunger hat sie auch! Neben vier Milchzeiten gibt's auch regelmäßig feste, affengerechte Nahrung. Viel lieber würde sie allerdings die Mahlzeiten ihres Ziehpapas wegmumpeln, beäugt sie sie doch sehr neugierig.

Schon im Alter von sechs Wochen habe das Affenmädchen ganz genau beobachtet, wenn er sich Salami und Ölsardinen schmecken ließ.

Michael Schröpel kann kaum einen Schritt ohne tierische Begleitung machen, so sehr hängt Japurá an ihm. Nachts kuschelt sie sich nach wie vor an seinen Hals.

Ein wenig Unterstützung bekommt der Zoologe aber von seinem Berner Sennenhund Sunny. Und wenn der mal genug hat von dem quirligen, herum hüpfenden Zwerg, sucht er sich ein ruhiges Eckchen für sich selbst.

Ein schöneres Happy End hätte diese am Anfang so traurige Geschichte um Affen-Mädchen Japurá kaum haben können, vielen Dank Herr Schröpel!

Titelfoto: Bildmontage / Screenshots Facebook / Zoo Magdeburg/Michael Schröpel

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