Tote Hunde und Katzen in Tierheim-Gefriertruhe gefunden

Webbville (USA) - In einem Tierheim im amerikanischen Bundesstaat Kentucky wurden am Samstag mehrere tote und eingefrorene Hunde und Katzen entdeckt, berichtet die Polizei

90 Hunde konnten nach Angaben der Polizei gerettet werden. (Symbolbild)
90 Hunde konnten nach Angaben der Polizei gerettet werden. (Symbolbild)  © DPA/Picture Alliance

Nach Angaben der ermittelnden Beamten fanden sie die sieben Katzen- und fünf Hundekadaver in einer Tiefkühltruhe in einem heruntergekommenen Tierheim in Webbville, nachdem schon im April Beschwerden über das Tierheim des Schreckens laut wurden, berichtete unter anderem die "New York Post".

Melissa Bowman, Präsidentin vom Tierschutzverein "Kentuckians Vote for Animals", war bei der Polizeirazzia dabei. Geschockt berichtete die Tierschützerin von den schrecklichen Zuständen, die sie in dem Tierheim vorfand. Die Tiere seien medizinisch völlig unterversorgt gewesen, erzählt sie. Viele Tiere waren krank und ein Hund musste sogar vor Ort eingeschläfert werden. Für ihn konnte die Tierschützerin nichts mehr tun. Insgesamt wurden 90 lebendige Hunde beschlagnahmt. 

Randy Skaggs (68), der Besitzer des Tierheims, ist kein unbeschriebenes Blatt. Im Juni sollte ihm der Prozess wegen vorheriger Vergehen gemacht werden. 

Zu den Zuständen in seinem Tierheim äußerte er sich: Die Tiere seien sehr wohl medizinisch versorgt worden. Immer dann, wenn es nötig gewesen wäre. Auch für die gefrorenen Tierkadaver hatte er eine Erklärung. Es wäre einfach in letzter Zeit so viel los gewesen, dass er mit den Tier-Bestattungen nicht mehr hinterherkam. 

"Ich habe absichtlich nichts anderes getan, als zu versuchen, diesen Tieren zu helfen", so der 68-Jährige. Und weiter: "Jeder macht Fehler, und ich habe viele davon gemacht."

Den Vorwurf der Tierquälerei will er sich aber nicht gefallen lassen und gegen die Anklagepunkte, insgesamt zwölf, vorgehen.

Titelfoto: DPA/Picture Alliance

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