Vogelgrippe auf dem Vormarsch: Weitere Wildvögel auf Rügen infiziert

Stralsund - Vogelgrippe breitet sich auf Rügen aus! Auf der Insel ist bei fünf weiteren Wildvögeln die Geflügelpest nachgewiesen worden. Der Erreger sei in den Proben von vier erlegten Wildenten und einer Wildgans gefunden worden, teilte der Landkreis Vorpommern-Rügen am Freitag unter Berufung auf das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) mit.

Bei einer Gans wird eine Untersuchung auf die Vogelgrippe unternommen. Auf der Insel Rügen wurde die Geflügelpest bei fünf weiteren Wildvögeln nachgewiesen. (Symbolfoto)
Bei einer Gans wird eine Untersuchung auf die Vogelgrippe unternommen. Auf der Insel Rügen wurde die Geflügelpest bei fünf weiteren Wildvögeln nachgewiesen. (Symbolfoto)  © picture alliance / Ina Fassbender/dpa

Die Wildenten und die Gans wurden demnach im Zuge des Wildvogelmonitorings geschossen. Die Proben wurden am Sonntag entnommen. Nach Angaben des FLI wurde im Labor bei drei Pfeifenten der Subtyp H5N8 sowie bei einer Pfeifente und einer Saatgans der Subtyp H5N5 nachgewiesen.

Vor einer Woche wurde der Vogelgrippe-Erreger vom Typ H5N5 ebenfalls auf Rügen bei einem toten Mäusebussard entdeckt.

"Wir erwarten weitere Testergebnisse", sagte ein Sprecher des Landkreises in Stralsund. Es gebe eine Reihe von Totfunden, die zunächst im Labor des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (Lallf) in Rostock untersucht würden.

Bestätige sich der Verdacht auf Geflügelpest, würden Proben an das FLI als Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit geschickt. Vor allem in den Gebieten, wo Tierhalter ihr Geflügel schon einsperrten, seien die Menschen aufmerksamer und würden tote Vögel melden, sagte der Sprecher.

In Regionen mit vielen Zugvögeln müssen Geflügelhalter ihr Hausgeflügel in Ställen unterbringen

Bisher müssen die Geflügelhalter in den Regionen des Landkreises, wo viele Zugvögel rasten, ihr Hausgeflügel in Ställen unterbringen. Die Tierhalter wurden zudem aufgefordert, ihre Geflügelbestände beim Fachdienst Veterinärwesen und Verbraucherschutz anzuzeigen.

Tote Wildvögel sollten demnach gemeldet werden, wenn mehr als drei auf einem eng begrenzten Raum gefunden werden. Insbesondere gehe es um Wildgänse, Wildenten, Schwäne, Kormorane, Möwen oder Greifvögel.

Sollte sich die Lage verschlechtern, müssen Geflügelhalter nach Angaben der Behörde im gesamten Landkreis Vorpommern-Rügen damit rechnen, dass sie Hühner, Enten, Gänse und Puten für längere Zeit in Ställen unterbringen müssen.

Titelfoto: picture alliance / Ina Fassbender/dpa

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