Vogelgrippe nachgewiesen! Was bedeutet das für Eure Haustiere?

Hamburg - Auch das noch! In Hamburg wurde bei einer Wildente der Geflügelpest-Erreger des Subtyps H5N8 nachgewiesen. 

Bei einer Ente in Hamburg wurde das Vogelgrippe-Virus H5N8 nachgewiesen. (Symbolbild)
Bei einer Ente in Hamburg wurde das Vogelgrippe-Virus H5N8 nachgewiesen. (Symbolbild)  © Silas Stein/dpa

Das teilte die Verbraucherschutzbehörde am späten Freitagnachmittag mit. 

Demnach sei die hochansteckende Viruserkrankung am Donnerstag bei einem Tier in Bergedorf entdeckt worden. Polizisten fanden die tote Ente und nahmen sie zur Untersuchung mit. 

Das Friedrich-Loeffler-Institut auf der Ostsee-Insel Riems konnte das Geflügelpest-Virus nachweisen. 

Das passiert jetzt:  

  • Geflügelhalter in der Umgebung des Fundorts werden durch das Verbraucherschutzamt informiert. 
  • Generell will die Behörde mehr auf erkrankte oder tote Wildvögel in der Hansestadt achten. 
  • Weitere Schutzmaßnahmen seien aktuell nicht notwendig. 

Das müsst Ihr tun, wenn Ihr tote Vögel findet

Immer wieder kommt es vor, dass Geflügelzüchter ihre Tiere wegen der Vogelgrippe töten müssen. (Archivbild)
Immer wieder kommt es vor, dass Geflügelzüchter ihre Tiere wegen der Vogelgrippe töten müssen. (Archivbild)  © Armin Weigel/dpa

Die Vogelgrippe wird vor allem durch Zugvögel verbreitet. Damit steigt ab dem Herbst die Gefahr einer Einschleppung. Wildvögel zeigen selten Symptome oder sterben daran. Doch für Nutztierbestände ist das Virus meist tödlich. 

Sollte Hausgeflügel an der Geflügelpest erkranken, werden ein Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet eingerichtet. Dann gelten dort verschiedene Maßnahmen, unter anderem wird meist vorsorglich das gesamte Geflügel getötet. 

Einzelne tote Spatzen oder Amseln im Garten seien laut Behörde kein Grund zur Sorge. Von Singvögeln gehe nach bisherigem Kenntnisstand kein besonderes Übertragungsrisiko aus.

Beim Fund vieler toter Vögel oder größerer Vögel wie Gänse, Schwäne, Enten oder Greifvögel sollte die Verbraucherschutzbehörde informiert werden. 

Infektionen des Menschen mit den aktuell auftretenden H5N8-Viren wurden bislang weltweit nicht nachgewiesen. Haustiere wie Hunde und Katzen könnten sich theoretisch infizieren, wenn sie große Mengen des Erregers aufnehmen. Praktisch seien solche Fälle bislang nicht bekannt geworden.

Titelfoto: Silas Stein/dpa

Mehr zum Thema Tiere:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0