Wegen Corona werden Ratten jetzt zu Kannibalen

Weltweit - Nicht nur Menschen leiden unter der Coronaviruspandemie. Ratten auf der ganzen Welt finden kaum noch Nahrung und müssen jetzt ihre Artgenossen verspeisen.

Ratten in Städten kämpfen momentan ums Überleben (Symbolbild).
Ratten in Städten kämpfen momentan ums Überleben (Symbolbild).  © 123RF/ Deyan Georgiev

Besonders in Großstädten lebten Ratten jahrelang wie im Schlaraffenland:

Restaurants und Imbissbuden dienten den Nagern als nie erschöpfende Nahrungsquellen. 

In Zuge der Corona-Krise sind viele Restaurants weltweit nun schon seit Wochen geschlossen. 

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Der Nagetier-Experte Bobby Corrigan erklärte gegenüber NBCNews die missliche Lage der Säugetiere:

"Diese Ratten, die in diesem Restaurant lebten, irgendwo in der Nähe, und vielleicht jahrzehntelang Generationen von Ratten hatten, die von diesem Restaurantessen abhängig waren, nun, das Leben funktioniert für sie nicht mehr, und sie haben nur ein paar Möglichkeiten."

Ein knurrender Magen macht auch den Nagern zu schaffen: "Sie sind Säugetiere wie Sie und ich, und wenn sie wirklich, wirklich hungrig sind, werden sie sich nicht gleich verhalten - sie werden sich normalerweise sehr schlecht verhalten."

Keine Gefahr: Ratten können Corona nicht auf Menschen übertragen

In dieser Notsituation bekämpfen sich Ratten gegenseitig und fangen sogar an, ihre Jungtiere zu essen. Ganz nach dem Prinzip "der Stärkere gewinnt" dezimiert sich die Rattenpopulation nun selbst.

Corona hat aber auch Vorteile für die Nager. Dadurch, dass kaum noch Menschen auf den Straßen unterwegs sind, können sich Ratten wie viele andere Tiere frei in den Städten bewegen. Außerdem haben sie jetzt Zugang zu Bereichen, die sonst von Menschen überfüllt sind.

Ratten sind zwar als Krankheitsüberträger verschrien, aber es gibt bisher noch keine Berichte darüber, dass sie Covid-19 verbreiten. 

Wenn man demnächst also zufällig einem der Nager auf der Straße begegnet, muss man nicht sofort eine Infektion mit Corona befürchten.

Titelfoto: 123RF/ Deyan Georgiev

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