Wie ein begossener Pudel: Uhu strandet in Bach und kommt nicht mehr weg

Sebnitztal - Hilfe, Vogel abgestürzt!

Naturschutz-Experte Ronny Goldberg (42, l.) und Ulrich Augst (63), Vogelbeauftragter im Nationalpark, zeigen das Jungtier.
Naturschutz-Experte Ronny Goldberg (42, l.) und Ulrich Augst (63), Vogelbeauftragter im Nationalpark, zeigen das Jungtier.  © Mike Jäger

Am Mittwoch wurde im Sebnitztal, nahe der Kohlmühle in der Sächsischen Schweiz, ein junges Uhu-Weibchen von einem Taxifahrer am Wegrand entdeckt. Als dieser auch beim zweiten Vorbeifahren beobachtete, dass der Vogel immer noch am selben Platz hockte, informierte er die Nationalparkverwaltung.

Wahrscheinlich sei dem Jungtier beim Flugversuch ein Elektrozaun einer Schafweide zum Verhängnis geworden, sodass es im Sebnitzbach landete, vermutet Artenschutz-Fachmann Ulrich Augst (63).

Und klatschnass ist das Abheben nicht möglich. "Das Federkleid saugt sich voll wie ein nasser Pullover."

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Nachdem der Vogelexperte die Uhu-Dame untersucht und gefüttert hatte, sollte sie am nächsten Morgen wieder in die Freiheit entlassen werden - ohne Erfolg. Sie hackte, fauchte und schnappte zwar, aber wegfliegen wollte sie nicht.

Am Mittag wurde sie abgeholt, um in einer Auffangstation für die endgültige Freilassung getestet zu werden. "Sie kriegt dort lebende Beute, wie etwa Mäuse und Hamster. Wenn sie ordentlich fangen kann, wird sie entlassen", sagt Augst.

Titelfoto: Mike Jäger

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