Wie viele Walrosse leben noch in der Arktis? WWF startet großes Mitmach-Projekt

Großbritannien - Die Naturschützer vom WWF sind auf der Suche nach "Bürgerwissenschaftlern", die dabei helfen sollen, Walrosse von ihrem eigenen Zuhause aus zu entdecken.

Mit Eurer Hilfe will der WWF zahlreiche Aufnahmen von Satelliten auswerten, um die Anzahl von Walrossen in der Arktis zu bestimmen.
Mit Eurer Hilfe will der WWF zahlreiche Aufnahmen von Satelliten auswerten, um die Anzahl von Walrossen in der Arktis zu bestimmen.  © vladsilver/123RF

Es ist wenig darüber bekannt, wie viele Walrosse noch in der Arktis leben.

Ein neues WWF-Projekt mit dem kuriosen Namen "Walrus from Space" soll nun Abhilfe schaffen.

Da die Forscher den Arbeitsaufwand nicht allein stemmen können, wird die Öffentlichkeit gebeten, mitzuhelfen.

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Interessierte "Walross-Detektive" sollen die atlantischen Tiere auf einer Vielzahl von Satellitenbildern ausmachen.

Die Leiter des Projekts rechnen laut Guardian damit, dass sich eine halbe Million Menschen beteiligen und Tausende von hochauflösenden Satellitenbildern durchsehen werden.

Zwar könnte der WWF auch auf eine automatische Bilderkennungssoftware zurückgreifen, doch die würde nicht dieselbe Genauigkeit erreichen wie die Arbeit menschlicher Augen.

Indem alle Tier-Sichtungen dem WWF und dem British Antarctic Survey gemeldet werden, hoffen die Wissenschaftler, Aufschluss darüber zu bekommen, wie viele Walross-Exemplare entlang der arktischen Küste vorhanden sind. Die Robbenart nimmt für das arktische Ökosystem eine wichtige Rolle ein.

WWF stellt Mitmach-Projekt "Walrus from Space" im Video vor

Rod Downie, Chefpolarberater beim WWF, sagte: "Was in der Arktis passiert, bleibt nicht dort. Die Klimakrise ist ein globales Problem, größer als jede Person, Spezies oder Region. Vor der Ausrichtung des diesjährigen globalen Klimagipfels muss Großbritannien seine Ambitionen steigern und alle seine Klimaversprechen einhalten - dem Walross und der Welt zuliebe."

Hannah Cubaynes, wissenschaftliche Mitarbeiterin beim British Antarctic Survey, ergänzte: "Die Bewertung von Walross-Populationen mit traditionellen Methoden ist sehr schwierig, da sie in extrem abgelegenen Gebieten leben, einen Großteil ihrer Zeit auf dem Meereis verbringen und sich viel bewegen. Satellitenbilder können dieses Problem lösen."

Titelfoto: Montage: vladsilver/123RF, Screenshot YouTube @WWF UK

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