Diese süßen Hunde vererben häufig genetisch bedingte Krankheiten!

Uppsala - Flauschige Schlappohren, treuer Blick - und eine besondere Veranlagung für genetisch bedingte Erkrankungen: Cavalier King Charles Spaniels tragen einer Studie der Universität von Uppsala (Schweden) zufolge mehr krankheitsverursachende Genmutationen in sich als andere Hunderassen und haben damit beispielsweise ein erhöhtes Risiko für eine bestimmte Herzerkrankung.

So süß sie auch sind: Cavalier King Charles Spaniels haben eine besondere Veranlagung für genetisch bedingte Erkrankungen.
So süß sie auch sind: Cavalier King Charles Spaniels haben eine besondere Veranlagung für genetisch bedingte Erkrankungen.  © Julian Stratenschulte/dpa

Im Fachblatt "PLOS Genetics" führen die Wissenschaftler dies auf die Zuchtgeschichte der Tiere zurück.

Tatsächlich haben die vergangenen 300 Jahre kontrollierter Zucht nicht nur eine große Vielfalt an Hunderassen hervorgebracht: In manchen Fällen führten immer extremere Schönheitsideale zu massiven gesundheitlichen Problemen.

Ein weithin bekanntes Beispiel ist der Mops, der über lange Zeit besonders plattnasig und glubschäugig daherkommen sollte. In der Folge leiden viele Möpse unter Atem- und Hornhautproblemen, manchen Exemplaren kann gar ein Auge herausfallen.

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Bei anderen Rassen sind die Zuchtfolgen nicht direkt ersichtlich. Vielfach hat Inzucht aber dazu geführt, dass sie vermehrt genetisch bedingte Krankheiten vererben.

Eben jenen Zusammenhang zwischen Zuchtpraktiken und genetischem Erbe hat nun eine Forschungsgruppe um den schwedischen Evolutionsgenetiker Erik Axelsson untersucht.

Die Wissenschaftler sequenzierten das Genom von 20 Hunden acht gängiger Rassen, darunter Beagle, Deutscher Schäferhund und Golden Retriever.

Kleine Spaniels gelten als Nachfahren der Hunde des britischen Hochadels

Den königlichen Blick haben die kleinen Spaniels auf jeden Fall drauf.
Den königlichen Blick haben die kleinen Spaniels auf jeden Fall drauf.  © 123RF/Julian Stratenschulte/dpa

Das Ergebnis: Die Zahl krankheitsverursachender Genvarianten war beim Cavalier King Charles Spaniel höher als bei den anderen untersuchten Rassen.

Anfällig ist die Rasse unter anderem für die sogenannte myxomatöse Mitralklappenerkrankung, eine Form der Herzinsuffizienz bei Hunden. Die Studienautoren führen dies auf die intensive und lange Zuchtgeschichte der Rasse zurück, die vermutlich mindestens tausend Jahre zurückreiche.

Schriftliche Erwähnungen fänden sich in 500 Jahre alten Aufzeichnungen aus Großbritannien.

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Die kleinen Spaniels gelten als direkte Nachfahren der Hunde des britischen Hochadels, König Charles I. (1600-1649) ließ seine Vierbeiner gar in einem Gemälde neben seinen Kindern verewigen.

Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa

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