Schwer verletzter Wolf im Kreis Harburg hatte Schusswunde

Hannover/Winsen (Luhe) - Ein schwer verletzter Wolf, der Mitte Oktober im Landkreis Harburg gefunden wurde, hatte eine Schusswunde. 

Ein Unbekannter hat einen Wolf in Niedersachsen angeschossen und so schwer verletzt, dass er getötet werden musste. (Symbolfoto)
Ein Unbekannter hat einen Wolf in Niedersachsen angeschossen und so schwer verletzt, dass er getötet werden musste. (Symbolfoto)  © Lino Mirgeler/dpa

Das teilten Umweltministerium und Landesjägerschaft am Freitag in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit. 

"Der illegale Schuss auf einen Wolf ist ein schwerer Verstoß gegen das Naturschutzgesetz. Das ist kein Kavaliersdelikt", sagte Umweltminister Olaf Lies (53, SPD).

Autofahrer hatten das apathisch wirkende Tier am 16. Oktober in der Nähe von Salzhausen bei Winsen (Luhe) entdeckt. 

Nach Beurteilung der Kreisveterinärin wurde der Wolf getötet, um ihn von seinen Leiden zu erlösen. 

Tierärztin, Wolfsberater und Jäger gingen zunächst davon aus, dass das Tier durch einen Verkehrsunfall schwer verletzt worden war. 

Nun stellte das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin fest, dass der Wolf einen nicht verheilten offenen Knochenbruch hatte, der auf einen Schuss zurückzuführen ist.

Schütze hat vermutlich gegen Artenschutz verstoßen

Der Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen, Helmut Dammann-Tamke, verurteilte die Tat. 

"Auch, wenn die genauen Umstände noch unklar sind: der- oder diejenige hat sich eines Artenschutzvergehens schuldig gemacht. Das ist ein Straftatbestand und dafür kann und wird es keinerlei Verständnis geben."

Titelfoto: Lino Mirgeler/dpa

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