Riesa: Wolf verschanzt sich aus Angst auf Werksgelände

Riesa - Wolfsalarm in Riesa: Ein Wolf hat sich am Montagmittag in städtische Gefilde verirrt.

Wer einem Wolf begegnet, sollte sich ruhig verhalten und das Tier nicht in die Enge treiben.
Wer einem Wolf begegnet, sollte sich ruhig verhalten und das Tier nicht in die Enge treiben.  © Boris Roessler/dpa

Wie ein Handy-Video zeigt, verfolgte ein Autofahrer das Tier. In die Enge getrieben floh der verängstigte Vierbeiner durch einen Zaun auf ein Werksgelände.

"Es kommt schon mal vor, dass ein Wolf auf seinen Streifzügen die Stadt kreuzt", so Karin Bernhardt, Sprecherin des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG).

"Man sollte ihm aber keinesfalls nachstellen." Der Wolf habe sich aus lauter Angst verschanzt.

Und wie geht's weiter? "Wir haben mit der Unternehmensleitung Kontakt aufgenommen, Verhaltensregeln besprochen", so Bernhardt. "Unsere Experten gehen davon aus, dass der Wolf den Schutz der Dunkelheit nutzt und sich seinen Weg in die Freiheit sucht."

Gefahr für Menschen bestünde aber keine: "Wer einen Wolf sieht, sollte sich ruhig verhalten", so Bernhardt weiter. "In der Regel dreht sich das Tier um und zieht von dannen."

Update, 16. März, 13.24 Uhr: Verirrter Wolf hat Riesa vermutlich wieder verlassen

Der auf ein Firmengelände in Riesa geflüchtete Wolf dürfte nach Einschätzung von Experten die Stadt wieder verlassen haben.

Wie die Fachstelle Wolf des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie am Dienstag mitteilte, wurde am Morgen ein Wolf südlich von Riesa gesichtet. Die Experten nehmen an, dass es sich dabei um dasselbe Tier handelt, das am Montag zuletzt auf einem Betriebsgelände im Stadtgebiet gesichtet wurde.

Da es auf der betreffenden Elbseite kein bestätigtes Rudel gibt, wird ein durchziehendes Tier vermutet. "Jungwölfe nabeln sich von ihrem elterlichen Rudel ab und legen dabei oft mehrere hundert Kilometer zurück, um eine Partnerin oder einen Partner zu finden", hieß es.

Titelfoto: Boris Roessler/dpa

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