2020 war das Jahr der Babys! Diese Geburten verzauberten uns im Zoo Leipzig besonders

Leipzig - 2020 war ein aufregendes Jahr - nicht nur für uns Menschen, auch in der Tierwelt gab es einige Veränderungen! So bekam die Babystube des Leipziger Zoos viele zuckersüße Neuzugänge. Hier sind einige davon im Überblick:

Kiran erblickte in der Nacht zum 11. Januar das Licht der Welt.
Kiran erblickte in der Nacht zum 11. Januar das Licht der Welt.  © Zoo Leipzig

Die Freude war groß, als im Januar das Elefanten-Jungtier von Mama Rani das Licht der Welt erblickte. Erst wenige Monate vorher musste der Zoo um den kleinen Ben Long trauern, der im September eingeschläfert wurde (TAG24 berichtete).

Als passender Name für den Babyfanten wurde aus über 5000 Vorschlägen schließlich "Kiran" gewählt, was auf indisch "Licht/Sonnenstrahl" bedeutet.

Und zunächst entwickelte sich der Kleine gut, verbrachte viel Zeit mit seiner neuen Familie. Doch schon bald wendete sich das Blatt.

Kiran verlor stetig an Gewicht, außerdem wurden bei ihm erhöhte Entzündungswerte festgestellt, weshalb er ein Antibiotikum einnehmen musste.

Damit nicht genug: Plötzlich weigerte sich der Kleine, Flüssigkeit zu sich zu nehmen! Plantschen in den Wasserbecken wollte Kiran auch nicht.

Doch mit den vereinten Kräften der Tierpfleger und der Animation von Muttertier Rani entwickelte sich Kiran nach einigen Monaten in eine echte Wasserrate. Und siehe da - nahm auch prompt zu! Inzwischen wächst und gedeiht er prächtig.

Wir drücken Kiran auch im neuen Jahr die Daumen.

Eine kleine Giraffe? Nein, es ist ein Okapi!

Der kleine Thabo erblickte im Januar 2020 das Licht der Welt.
Der kleine Thabo erblickte im Januar 2020 das Licht der Welt.  © Zoo Leipzig

Ebenfalls im Januar gesellte sich ein äußerst seltenes und weniger bekanntes Tier zur Zoo-Familie hinzu: Ein Okapi-Männchen!

Die wunderschönen Tiere, die tatsächlich zu der Giraffen-Art zählen, haben mit ihrem gestreiften Fell auch Ähnlichkeit mit Zebras.

Es war bereits das dritte Jungtier, das Mama Zawadi in Leipzig zur Welt brachte. Dementsprechend routiniert und selbstsicher kümmerte sie sich auch um das süße Baby, das auf den Namen "Thabo" getauft wurde - was so viel wie "Glück" bedeutet.

Der Zoo freut sich besonders über den Nachwuchs, da Okapis als vom Aussterben bedroht gelten und lediglich in der Demokratischen Republik Kongo in freier Wildbahn vorkommen.

In europäischen Zoos leben derzeit weniger als 80 Okapis. Durch ihre Züchtung in den Tierparks soll der Fortbestand der seltenen Vierbeiner unterstützt werden.

Das Koala-Haus wird zur Babystube

Der kleine Bouddi hat auch schon eine Leibspeise: Eukalyptuszweige.
Der kleine Bouddi hat auch schon eine Leibspeise: Eukalyptuszweige.  © Zoo Leipzig

Eine weitere frohe Botschaft deutete sich im Juli an, als aufmerksame Pfleger eindeutige Bewegungen im Beutel von Koala-Weibchen Mandie bemerkten.

Rund einen Monat später kam dann die Gewissheit: Mandie und ihr Gefährte Oobi-Ooobi hatten Nachwuchs bekommen!

Für den Leipziger Zoo war dieses Ereignis eine wahre Sensation: Nicht nur war es der erste Koala-Zuchterfolg in der Geschichte des Tierparks, außerdem war damit ein wichtiger Schritt getan, um den Bestand der gefährdeten Tierart zu sichern.

Es sollte allerdings noch einige Wochen dauern, bis auch die Zoo-Besucher das Baby zu Gesicht bekommen konnten. Denn erst nachdem der Nachwuchs den kritischen ersten Lebensabschnitt hinter sich hatte, krabbelte er aus dem Beutel auf den Rücken von Mandie.

Im Dezember erfolgte dann endlich die Taufe des kleinen Koala-Jungen: Bouddi soll er heißen, in Anlehnung an den Nationalpark in Australien, aus dessen Nähe Mandie stammt.

Deutschland-Premiere in Leipzig: Es gibt Rotschulter-Rüsselhündchen-Nachwuchs!

Im August wurden die beiden Hündchen in Leipzig geboren.
Im August wurden die beiden Hündchen in Leipzig geboren.  © Zoo Leipzig

Noch nie zuvor ist es einem deutschen Zoo gelungen, die seltenen winzigen Hündchen zu züchten. Doch im August war es in Leipzig tatsächlich so weit (TAG24 berichtete)!

Das Leben der zwei zuckersüßen Tierchen begann allerdings alles andere als einfach. So starb ihre Mutter bei ihrer Geburt, weswegen sie von Pflegern von Hand aufgezogen werden mussten.

Mit klitzekleinen Fläschchen wurden sie mit Milch gefüttert, bis sie schließlich kräftig genug waren, um in ein eigenes Gehege einzuziehen.

Dort tummelten sich die beiden nach Herzenslust im Laub und genossen regelmäßige Ladungen leckerer Insekten.

Doch wieder sollte das Glück nicht allzu lange währen: Ende November gab der Zoo bekannt, dass eines der Rüsselhündchen eingeschläfert werden musste - es hatte nicht mehr gefressen und war sogar zu schwach gewesen, um sich zu bewegen.

Das verbliebende Rüsselhündchen-Jungtier entwickle sich aber weiterhin prächtig. Als nächste Schritte sollen zwei Weibchen gefunden werden, um sowohl Vater als auch Sohn mit der Familienplanung weitermachen zu lassen.

Wir freuen uns auch im neuen Jahr auf zahlreiche Neuzugänge in der Leipziger Babystube!

Titelfoto: Montage Zoo Leipzig

Mehr zum Thema Zoo News:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0