Knuffeliges Panda-Paar in Frankreich: Gibt es bald Nachwuchs?

Beauval Zoo - Man könnte fast sagen, ein Wunder ist passiert: Ein französischer Zoo hat zwei Pandas miteinander verkuppelt und hofft auf seltene Tier-Babys.

Liebevoll nähern sich Weibchen Huan Huan und Männchen Yuan Zi einander an.
Liebevoll nähern sich Weibchen Huan Huan und Männchen Yuan Zi einander an.  © Zoo-Parc de Beauval

Dass Pandas sich paaren, ist sehr selten. Im Beauval-Zoo in Zentral-Frankreich war das trotzdem der Fall: Zwei der Pandas, die in dem Zoo leben, zeigten sich willig. Die Tierpfleger packten die beiden deswegen direkt hoffnungsvoll in eine Zelle - und es funkte!

Yuan Zi zeigte sich "offener und paarungsbereiter als in den letzten Jahren", teilte die Zooverwaltung auf ihrer Website mit. Huan Huan sei daran "sehr interessiert".

Die chinesische Panda-Dame ist seit ein paar Jahren in dem französischen Zoo zu Gast. Beide hätten sich einander angenähert. Sie "freuen sich, sich immer wieder zu treffen" und würden gar nicht müde.

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Ob es bei den beiden mit den Babys klappt, ist jedoch fraglich: Pandas können nur 24 bis 48 Stunden im Jahr schwanger werden. Für Pandas, die jahrelang nicht sexuell aktiv waren, ist es sogar noch schwieriger. Doch bei Huan Huan hätten sich in den letzten Wochen mehrere Hitzeschübe gezeigt, die darauf hinweisen, dass das Panda-Weibchen fruchtbar sei.

Der Zoo ist optimistisch. Beide Pandas seien "gut in Form" und das Panda-Männchen Yuan Zi hätte "Fortschritte gemacht". "Er weiß, wie man die Sache angeht", so der Chef des Zoos, Baptiste Mulot.

Momente von großer Intensität

Untrennbar: Sogar ihre Mahlzeit nehmen die beiden Liebenden zusammen ein.
Untrennbar: Sogar ihre Mahlzeit nehmen die beiden Liebenden zusammen ein.  © Zoo-Parc de Beauval

Yuan Zi zeige sich zufrieden gegenüber den Flirt-Versuchen von Huan Huan und diese gebe sogar ab und an ein "zufriedenes Grunzen" von sich. "Der Tag war voller Emotionen und Geräusche", ergänzte die Zooverwaltung. Es seien "Momente von großer Intensität".

Damit bei der Paarung auch wirklich nichts schiefgeht, wurden sogar Experten aus Deutschland vom Berliner Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) eingeflogen, um eine künstliche Befruchtung durchzuführen. Ob es mit der Befruchtung geklappt hat, soll sich innerhalb von zwei Wochen zeigen. Es gibt viele Risiken: Das Panda-Weibchen könnte zum Beispiel nur so tun, als ob es schwanger wäre.

Bei Huan Huan hat es aber schon einmal geklappt: 2017 gebar sie ihr erstes Kind, Yuan Meng.

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Der Zoo hofft, genauso wie damals, "am Anfang eines neuen Abenteuers" zu stehen.

Titelfoto: Zoo-Parc de Beauval

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