Außer Rand und Band: Worüber regt sich Bartaffe Yenur so auf?

Leipzig - Die neue Folge "Elefant, Tiger & Co." veranschaulicht den Zuschauern die alltäglichen Aufgaben und Herausforderungen der Leipziger Tierpfleger. Denn für die steht nicht nur Kuscheln und Füttern auf dem Plan, manchmal braucht man bei der Arbeit mit den Schützlingen Nerven aus Stahl.

Yenur außer Rand und Band: Worüber regt sich der Bartaffe Yenur so auf?
Yenur außer Rand und Band: Worüber regt sich der Bartaffe Yenur so auf?  © Screenshot/MDR-Mediathek

Besonderes Durchhaltevermögen muss unter anderem Pflegerin Katrin Fährmann beweisen, die mit der Aufsicht einer stattlichen Neuankunft beschäftigt ist.

Es handelt sich um den Bartaffen Yenur, der die Weibchen im Zoo als Zuchthoffnung beglücken soll.

"Dass wir jetzt auch noch ein so ausgesprochen schönes Exemplar bekommen haben, das ist natürlich ganz toll", schwärmt Katrin, während der Affe sein neues Außengehege erkundet. "Und von der Statur ist er einfach wirklich ein schöner, großer stattlicher Kerl. Im besten Alter."

Doch noch während sie daraufhin auch Yenurs ausgeglichene und entspannte Persönlichkeit lobt, wendet sich das Blatt: Der Bartaffe ist plötzlich total angespannt und beginnt zu schreien. Mit seinen Rufen scheint er jemanden einschüchtern zu wollen. Doch wen?

Katrin begibt sich also auf die Suche nach der Ursache für Yenurs Stress, späht dafür in alle umliegenden Gehege. Bei den Geparden wird sie schließlich fündig: Die befinden sich nämlich ebenfalls draußen und beäugen den Neuankömmling neugierig über die Abtrennungen hinweg. "Da würde ich mich auch aufregen", zeigt sich Katrin emphatisch.

Erst nachdem die Raubtiere dank eines Anrufs vonseiten der Pflegerin ins Innengehege verfrachtet wurden, kann sich Yenur entspannen und wieder von der Baumkrone hinab auf den Boden klettern. Es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis er sich an seine neuen Nachbarn gewöhnt hat.

Die Geparden wollten doch nur den Neuankömmling aus der Ferne begutachten.
Die Geparden wollten doch nur den Neuankömmling aus der Ferne begutachten.  © Screenshot/MDR-Mediathek

Zitterpartie beim Röntgen

Finja und Sarina sind ein eingespieltes Team: Sie schaffen sogar das Röntgen gemeinsam.
Finja und Sarina sind ein eingespieltes Team: Sie schaffen sogar das Röntgen gemeinsam.  © Screenshot/MDR-Mediathek

Auch Pflegerin Sarina Schliewenz hat alle Hände voll zu tun: Sie trainiert mit Seelöwin Finja ganz bestimmte Übungen. So soll sich das Tier einmal bäuchlings und danach seitlich auf eine Platte am Boden legen. Dann muss sie beim Kommando "Bleib!" für einige Sekunden dort liegen bleiben.

Diese Übung hat einen wichtigen Hintergrund, denn Finja wird schon seit längerer Zeit von Zahnproblemen geplagt. Die gehen sogar so weit, dass Eiter aus ihrem Hals austritt. Da kann nur eines helfen: Eine eingehende Untersuchung mittels Röntgenaufnahmen!

Das Problem dabei: "Bei Meeressäugern ist eine Narkose wirklich ein ganz großes Risiko", erklärt Sarina. Deshalb soll das Röntgen bei vollem Bewusstsein stattfinden - weshalb Finja zwei mühsame Wochen lang an die Prozedur gewöhnt wurde.

Beim Probedurchlauf mit einer Holzplatte am Boden läuft noch alles super, doch als diese schließlich mit dem Röntgengerät ausgetauscht wird, scheint die Nervosität und Aufregung der Pfleger blitzschnell auf Finja überzuspringen.

Mit einem beherzten Kopfsprung verschwindet sie erstmal im Wasserbecken und weigert sich aufzutauchen. Und so muss sich Sarina eine neue Strategie überlegen: Sie redet der Seelöwin ermutigend zu, während sie sie mit Spielen vom Ernst des Lebens ablenkt.

Schließlich klappt es: Finja begibt sich brav auf das Röntgengerät und bleibt darauf auch bis zum Ende der Prozedur liegen. Die Erleichterung und der Stolz auf ihren Schützling ist Sarina anzusehen: "Toll hast du das gemacht!".

"Elefant, Tiger & Co." läuft immer freitags ab 19.50 Uhr im MDR-Fernsehen.

Titelfoto: Montage Screenshot/MDR-Mediathek

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