Sandbank, Kuschelecke und vieles mehr: Das ist der neue Spielplatz für die Elefanten

Dresden - Pünktlich zum Weltelefantentag (morgen im Zoo) ist die Erweiterung der Außenanlage für die Dickhäuter fertig geworden. Freitag erkundeten zuerst die Damen Drumbo (31), Mogli (26) und Sawu (25) das um knapp 1400 Quadratmeter vergrößerte Areal, das zugleich auch für lauschige Liebestreffen der Rüsseltiere dienen wird.

Unter Strom steht vielleicht bald nicht nur der Zaun, der das neue Gehege umgibt.
Unter Strom steht vielleicht bald nicht nur der Zaun, der das neue Gehege umgibt.  © Petra Hornig

Kaum öffnete sich das Hydraulik-Tor vor den Augen zahlreicher Zoo-Besucher, schritten Sawu, Drumbo und Mogli - nach Rangfolge - auf das neue Areal, das bis zur Löwenanlage reicht.

"Das hätte auch schiefgehen können, wenn Sawu das Tor verweigert hätte", so Revierleiter Ronny Moche (41). Aber da lockten die auf Baumstämmen, Futterwänden und Schubberbäumen abgelegten Karotten und Äpfel wohl doch zu sehr.

Der neue Gehegeteil wird gleichzeitig der Liebestreff für den Bullen Tonga (33) mit der jeweils fruchtbaren Dame. Hinter geschlossenem Tor soll Tonga (seit November 2020 im Zoo) sich endlich ungestört der jeweiligen Liebsten annähern und diese dann decken.

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Bislang hat er nur Sawu den Hof gemacht, aber noch keine der Dickhäuterinnen je gedeckt. Ob die traute Zweisamkeit tags oder nachts stattfinden wird, hängt von den Vorlieben der Elefanten ab, die übrigens vom Auge einer Kamera erfasst werden.

Nächste Woche weihen Tonga und Mogli - wenn alles klappt - das Liebesareal ein. Sogar ein Bett zum Erholen haben die Elefanten hier: Einen Sandberg, auf dem sie es sich gemütlich machen können.

Revierleiter Ronny Moche (41, l.) und Zoo Chef Karl-Heinz Ukena (50) hoffen auf Nachwuchs bei den Dickhäutern.
Revierleiter Ronny Moche (41, l.) und Zoo Chef Karl-Heinz Ukena (50) hoffen auf Nachwuchs bei den Dickhäutern.  © Petra Hornig
Die neue Anlage macht Appetit.
Die neue Anlage macht Appetit.  © Petra Hornig
Beschäftigungsmöglichkeiten gibt's auf der neuen Anlage genug.
Beschäftigungsmöglichkeiten gibt's auf der neuen Anlage genug.  © Petra Hornig

Zoochef Karl-Heinz Ukena (50) freut sich über die nun mit 3000 Quadratmetern doppelt so große Außenanlage, die den Richtlinien für Elefantenhaltung entspricht: "Damit braucht man sich wirklich nicht zu verstecken." Kosten: 700.000 Euro.

Titelfoto: Petra Hornig

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