Zoo tötet drei Wölfe und einen Braunbären aus Platzmangel

Kopenhagen (Dänemark) - Um für die Modernisierung mehr Platz zu schaffen, hat sich der Kopenhagener Zoo nun dazu entschieden, drei Wölfe und einen Bären zu töten. 

Drei Wölfe mussten in Kopenhagen sterben, weil sie zu viel Platz beanspruchten. (Symbolbild)
Drei Wölfe mussten in Kopenhagen sterben, weil sie zu viel Platz beanspruchten. (Symbolbild)  © Boris Roessler/dpa

In einer Pressemitteilung erklärte der technische Leiter des Zoos, dass die Anlage der Wölfe zu alt sei und "längst nicht mehr den Anforderungen, die man heute im Tierschutz stellt", entspräche. 

Der Zoo wollte also einen neueren Bereich anlegen und schloss die Anlage kurzerhand. 

Nur bestand da ein Problem:

Wie "Focus" berichtete, schien es bei der Modernisierung nicht um eine Erneuerung des Wolfsgeheges zu gehen. Stattdessen soll die bisherige Anlage Teil des Elefantenparks werden.

Für die Wölfe war somit kein Platz mehr. "Da wir die drei Wolfsrüden des Zoos nirgendwo anders unterbringen konnten, mussten wir sie töten", heißt es weiter in der Pressemitteilung.

Und als wäre das nicht schon traurig genug, waren die Wölfe nicht die einzigen Tiere, die aufgrund der Modernisierung sterben mussten.

Auch ein Braunbär musste nun Platz für eine trächtige Bärin und ihre künftigen Jungen machen, weil er "so alt war, dass [der Zoo] ihn nicht weitervermitteln" konnte.

Was allerdings aus der Bärenmama und ihren Kleinen werden soll, ist noch unklar – eigentlich brauchen nämlich auch die Eisbären mehr Platz.

Auch ein Braunbär musste unter der Modernisierung leiden. (Symbolbild)
Auch ein Braunbär musste unter der Modernisierung leiden. (Symbolbild)  © Ben Birchall/PA Wire/dpa

Zoo sorgt immer wieder für negative Schlagzeilen

Leider ist das nicht das erste Mal, dass der älteste Tiergarten Dänemarks für negative Schlagzeilen sorgt.

Bereits 2014 wurde die Giraffe Marius aus Inzucht-Gefahr umgebracht, zerlegt und an Löwen verfüttert – vor den Augen der Zoobesucher.

Titelfoto: Boris Roessler/dpa

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