Model entsetzt: Fotograf verlangt mehr Geld, weil sie "zu dick" ist

New York (USA) - Das US-amerikanische Model Megan Mesveskas (24) konnte ihren Augen kaum trauen, als sie sich vor Kurzem nach den Preisen eines Fotografen in New York erkundigte.

Als das US-amerikanische Model Megan Mesveskas (24) die Preise des Fotografen sah, konnte sie nicht anders, als den Kopf zu schütteln.
Als das US-amerikanische Model Megan Mesveskas (24) die Preise des Fotografen sah, konnte sie nicht anders, als den Kopf zu schütteln.  © Bildmontage: Instagram/Screenshot/meganmesveskas (2)

Kurz darauf musste sie nämlich erfahren, dass er für "normale" Shootings 950 US-Dollar (umgerechnet etwa 860 Euro) verlangt, für Aufträge mit Frauen, die ein paar Kilos mehr auf den Hüften haben, möchte er 100 US-Dollar (knapp 90 Euro) mehr.

Für die 24-Jährige war dies ein Schock. So etwas hatte sie noch nie erlebt und für sie war dieses Verhalten auch in keinster Weise zu entschuldigen.

Sofort schnappte sie sich also ihr Handy und nahm ein Video für ihren TikTok-Kanal auf.

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TikTok Als Frau ihr bestelltes Kleid anprobiert, vergleicht sie sich mit Vogel

"Okay, ihr habt wahrscheinlich alle schon davon gehört, dass Designer mehr für kurvige Models verlangen, weil es mehr Stoff ist oder so. Aber was ist mit einem Fotografen, der mehr verlangt, um Plus-Size-Models zu fotografieren? Das ist etwas Neues", so Mesveskas.

Noch immer entsetzt berichtete sie, wie ihr die Kinnlade nach unten klappte, als sie sich kürzlich an den Fotografen William Lords gewandt hatte, um sich über seine Preise und seine Verfügbarkeit zu erkundigen.

Für Mesveskas steht fest: Dieser Mann hat ein Problem mit dicken Menschen und verhält sich diskriminierend.

Auf Instagram und TikTok berichtete Megan Mesveskas von ihrer Erfahrung

Fotograf William Lords reagiert entsetzt

William Lords ist entsetzt über die Vorwürfe und möchte nun rechtliche Schritte einleiten.
William Lords ist entsetzt über die Vorwürfe und möchte nun rechtliche Schritte einleiten.  © Instagram/Screenshot/williamlords

Lords konnte diese Behauptung nicht auf sich sitzen lassen und wandte sich seither an die New York Post.

"Es ist leicht, sich auf etwas zu stürzen, das man nicht versteht", begann er seine Erklärung.

Der einzige Grund, weswegen er für Shootings mit Plus-Size-Models mehr Geld verlangen würde: Es sei schwierig, Kleidung für sie zu finden. Zudem sei diese teurer.

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"Ich gehe raus und kaufe die Kleidung mit meiner eigenen Kreditkarte, damit die Models sie als Teil unseres Pakets tragen können", sagte er.

Nachdem Mesveskas ihr Video geteilt hatte, meldete sich ein Model ihrer Agentur zu Wort und stimmte ihr zu: "Das ist nur ein weiteres Beispiel dafür, wie furchtbar die Modelbranche für alle ist, die mehr als Größe 0 (Kleidungsgröße 32) haben."

Jetzt erwägt Lords rechtliche Schritte gegen Mesveskas und Rouyre.

"Ich bin ein schwarzer Mann in Amerika, und zwei weiße Frauen sagen mir, dass ich sie diskriminiere. Das tut mir so weh. Niemand erzählt die wahre Geschichte."

Titelfoto: Bildmontage: Instagram/Screenshot/meganmesveskas (2) & Instagram/Screenshot/williamlords

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