Wegen drohender Gefängnisstrafen: TikTok schränkt Dienste in Russland ein

Berlin - Tiktok schränkt den Dienst in Russland ein, da nach einer Gesetzesänderung Gefängnisstrafen für Äußerungen drohen, die von der offiziellen Darstellung des Krieges in der Ukraine abweichen. Nutzer in Russland werden nicht mehr live streamen und neue Inhalte in den Videodienst hochladen können. Man habe angesichts der neuen Gesetzeslage keine andere Wahl, schrieb Tiktok am Sonntag bei Twitter.

Nach einer Gesetzesänderung in Russland hat TikTok seine Dienste in dem Land eingeschränkt.
Nach einer Gesetzesänderung in Russland hat TikTok seine Dienste in dem Land eingeschränkt.  © Kiichiro Sato/AP/dpa

Nach der Gesetzesänderung von Freitag kann die Verbreitung angeblicher Falschinformationen über russische Streitkräfte mit hohen Geldstrafen und bis zu 15 Jahren Haft bestraft werden.

Präsident Wladimir Putin (69) und die russische Regierung bezeichnen unter anderem den Angriffskrieg in der Ukraine ausschließlich als Spezialoperation.

Die russischen Behörden kündigten bereits an, den Tiktok-Rivalen Facebook komplett zu blockieren, der Zugang zu Twitter wird eingeschränkt.

Erster Grimme Online Award für TikTok-Aufklärungskanal
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Tiktok kommt anders als die restlichen Social-Media-Plattform nicht aus den USA, sondern gehört zum chinesischen Konzern Bytedance.

Titelfoto: Kiichiro Sato/AP/dpa

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