"Klopfe drei Mal": Mutter und Kinder aus Trümmern gerettet

Izmir - Nach dem Erdbeben in der Ägäis ist die Zahl der Todesopfer in der Westtürkei auf 25 gestiegen. 

Eins schweres Erdbeben sorgte in Izmir für Zerstörungen.
Eins schweres Erdbeben sorgte in Izmir für Zerstörungen.  © Darko Bandic/AP/dpa

Mehr als 800 Menschen seien verletzt worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf die Katastrophenschutzbehörde Afad. 

Am Samstagmorgen gab es nach Afad-Angaben in der Region des westtürkischen Bezirks Seferihisar ein Nachbeben der Stärke 5,0. In der Nacht hatte es schon Hunderte Nachbeben gegeben.

In der Nacht zu Samstag wurde in der westtürkischen Metropole Izmir nach 17 Stunden eine Frau aus den Trümmern gerettet, wie der Sender CNN Türk berichtete. 

Die Helfer suchten auch am Samstagmorgen in Izmir weiter nach Überlebenden. Nach Anadolu-Angaben gingen die Arbeiten in den Trümmern von neun Gebäuden weiter. Griechische Behörden hatten zwei Tote auf der Insel Samos gemeldet.

Das erste Beben Freitagnachmittag hatte nach Angaben der türkischen Katastrophenbehörde eine Stärke von 6,6. Das Zentrum lag demnach in der Ägäis vor der türkischen Provinz Izmir. 

Rettungskräfte befreien ein Opfer aus den Trümmern.
Rettungskräfte befreien ein Opfer aus den Trümmern.  © Emrah Gurel/AP/dpa

Die für Erdbeben zuständige US-Behörde USGS gab die Stärke des Bebens sogar mit 7 an.

Update 12.29 Uhr: Frau und Kinder 23 Stunden nach Erdbeben lebend geborgen

Rund 23 Stunden nach dem schweren Erdbeben in der Ägäis sind in der westtürkischen Stadt Izmir nach Medienberichten eine Frau und drei ihrer Kinder lebend aus den Trümmern geborgen wurden. Sie wurden unter Applaus auf Liegen zum Krankenwagen getragen, wie auf Aufnahmen des Senders TRT am Samstag zu sehen war. Die Helfer versuchten nach Angaben von TRT anschließend, zum vierten Kind zu gelangen, das noch unter den Trümmern vermutet wurde. Ob es noch lebt, war zunächst unklar.

Zuvor konnten die Rettungskräfte Kontakt mit der Frau aufnehmen. "Wenn du meine Stimme hörst, klopfe drei Mal", rief ein Helfer. Daraufhin gab die Frau ein Lautzeichen. Ihr Ehemann zeichnete nach Angaben von TRT auf, an welcher Stelle der Wohnung er seine Ehefrau vermutete.

Titelfoto: Emrah Gurel/AP/dpa

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