Ehefrau von Ukraine-Präsident Selenskyj: "Kinder haben keine normale Kindheit mehr"

Frankfurt am Main - Die First Ladies Deutschlands und der Ukraine, Elke Büdenbender (60) und Olena Selenska (44), unterstützen ein Buchprojekt für aus der Ukraine geflüchtete Kinder.

Elke Büdenbender (60, l.), Ehefrau von Bundespräsident Steinmeier, und Olena Selenska (44), Ehefrau des ukrainischen Präsidenten, trafen sich während der Vorstellung des Buch- und Hörbuchprojekts "Better Time Stories" auf der Frankfurter Buchmesse.
Elke Büdenbender (60, l.), Ehefrau von Bundespräsident Steinmeier, und Olena Selenska (44), Ehefrau des ukrainischen Präsidenten, trafen sich während der Vorstellung des Buch- und Hörbuchprojekts "Better Time Stories" auf der Frankfurter Buchmesse.  © Sebastian Gollnow/dpa

Für ukrainische Kinder, ob auf der Flucht oder in ihrer Heimat, gebe es keine normale Kindheit mehr, sagte Selenska am Samstag auf der Frankfurter Buchmesse. "Alte Rituale, wie das Vorlesen vor dem Zubettgehen, geben Kindern Heimat zurück und für eine halbe Stunde ein Gefühl der Geborgenheit."

Selenska und Büdenbender sind Schirmherrinnen für das Projekt "Better Time Stories". Dabei können geflüchtete ukrainische Kinder ein Willkommenspaket mit fünf zweisprachigen Bilderbüchern zu Themen wie Trost, Liebe und Optimismus erhalten.

Zudem können über eine sichere Web-App Familienangehörige in der Ukraine die Bücher aus der Ferne vorlesen und aufnehmen, sodass die Kinder individuell die Stimme des Vaters, der Oma oder eines anderen Angehörigen hören können.

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"Sprache ist Heimat", sagte Büdenbender. "Kinder, die hierherkommen, müssen in ihrer Sprache reden, sich ausdrücken können." Wichtig sei auch die Verbindung in die Heimat.

Büdenbender sprach auch eins der Bücher ein, die Geschichte einer Enkelin und ihrer Oma. "Vorlesen hat eine enorm wichtige Bedeutung für mich", sagte sie. "Das ist wie so ein Einkuscheln in die Sprache. Da ist ganz viel Liebe und Aufgehobensein dabei - deshalb finde ich das Projekt auch so schön."

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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