Krieg gegen Russland: 50 deutsche Leopard-Kampfpanzer für die Ukraine?

Düsseldorf/Berlin - Panzer aus deutscher Produktion könnten schon bald die ukrainische Armee in ihrem Kampf gegen die russischen Truppen verstärken!

Panzer des Typs Leopard 1 könnten der ukrainischen Armee durch den Rüstungskonzern Rheinmetall zur Verfügung gestellt werden. (Archivbild)
Panzer des Typs Leopard 1 könnten der ukrainischen Armee durch den Rüstungskonzern Rheinmetall zur Verfügung gestellt werden. (Archivbild)  © 123rf/huettenhoelscher

Denn der Rüstungskonzern Rheinmetall stellt sich derzeit bereits darauf ein, insgesamt bis zu 50 Kampfpanzer an die Ukraine schicken zu dürfen.

"Der erste Leopard 1 könnte in sechs Wochen geliefert werden", sagte der Vorstandsvorsitzende der Düsseldorfer Waffenschmiede, Armin Papperger, dem Handelsblatt. Vorher ist aber noch die Zustimmung der Bundesregierung nötig.

Es geht um ältere Panzer, die nach ihrer Nutzung an Rheinmetall ausgemustert und schon vor längerer Zeit von der Firma zurückgenommen wurden - solche entsprechenden Rückgaben von jeweiligen Altbeständen sind üblich in der Rüstungsbranche.

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Die Stahlkolosse sollen noch überprüft und auf Vordermann gebracht werden. Die Lieferung würde nach den Worten von Papperger in einem Zeitraum von bis zu drei Monaten über die italienische Rheinmetall-Tochter erfolgen.

Ukrainische Soldaten könnten dem Firmenchef zufolge in der Zwischenzeit recht schnell geschult werden, damit sie bereit wären für den Einsatz. Russland war vor gut sechs Wochen in das Nachbarland einmarschiert.

Außenministerin Annalena Baerbock spricht sich für Lieferung von schweren Waffen an Ukraine aus

Annalena Baerbock (41, Grüne) hat eine klare Haltung, wenn es um Waffenlieferungen an die Ukraine für den Kampf gegen Russland geht.
Annalena Baerbock (41, Grüne) hat eine klare Haltung, wenn es um Waffenlieferungen an die Ukraine für den Kampf gegen Russland geht.  © Markus Schreiber/Pool AP/dpa

Außenministerin Annalena Baerbock (41, Grüne) hatte die Lieferung von schweren Waffen an die Ukraine am Wochenende befürwortet.

Aus Reihen der Ampelkoalition im Bundestag kam am Montag kein Widerspruch. "Wenn die Ukrainer den Panzer haben wollen, und das haben sie mir signalisiert, dann sollte sich da ein Weg finden lassen", sagte der verteidigungspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Marcus Faber (38), dem Handelsblatt. Sein Pendant bei den Grünen, Sara Nanni (35), signalisierte ebenfalls Zustimmung.

Die Leopard-1-Panzer, um die es geht, sind älteren Baujahrs. Unter anderem die Bundeswehr nutzt längst das Nachfolgemodell Leopard 2, das bei der Truppe in erster Version 1979 eingeführt wurde.

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Neben Kampf- will die Ukraine auch Schützenpanzer bekommen, um im Krieg gegen Russland bessere Karten zu haben.

Ähnlich wie bei den "Leoparden" hat Rheinmetall auch ausgemusterte Schützenpanzer vom Typ Marder eingelagert. Rheinmetall hat in Aussicht gestellt, 70 Marder-Schützenpanerz innerhalb von sechs bis acht Monaten liefern zu können. Die ersten zehn könnten schon binnen fünf Wochen auf den Weg geschickt werden, heißt es von Rheinmetall.

Titelfoto: 123rf/huettenhoelscher

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