Zündet Putin die Atombombe? Ex-Russland-Korrespondent Fritz Pleitgen hat eine Vermutung!

Köln - Der langjährige Russland-Korrespondent Fritz Pleitgen (83) hat die Gefährlichkeit des russischen Präsidenten Wladimir Putin (69) nach eigenen Angaben unterschätzt.

Der langjährige Russland-Korrespondent Fritz Pleitgen (83) glaubt nicht, dass Wladimir Putin zum Mittel der Atombombe greifen wird.
Der langjährige Russland-Korrespondent Fritz Pleitgen (83) glaubt nicht, dass Wladimir Putin zum Mittel der Atombombe greifen wird.  © Oliver Berg/dpa

"Ich war fahrlässig", räumte der 83-Jährige in einem Podcast des Redaktionsnetzwerks Deutschland und des "Kölner Stadt-Anzeigers" ein. "Auch ich habe nicht geglaubt, dass er die Skrupellosigkeit besitzt, einen Krieg anzufangen und einen friedfertigen Nachbarn wie die Ukraine zu überfallen."

Pleitgen war zur Zeit des Kalten Kriegs ARD-Korrespondent in Moskau, Ost-Berlin und Washington. "Es ist ein Wesenszug von Putin, dass er sagt: Ich kann wirtschaftlich und wissenschaftlich nicht mithalten, aber militärisch", sagte Pleitgen.

Auch rechne er mit deutlich mehr Widerstand aus Russland gegen Putin in den kommenden Wochen.

Macht-Demonstration: Von der Leyen und 15 EU-Kommissions-Mitglieder in Kiew
Ukraine Macht-Demonstration: Von der Leyen und 15 EU-Kommissions-Mitglieder in Kiew

"In Russland ist großes Unbehagen. Das ist nur noch nicht deutlich geworden, weil er mit Gewalt gegen jeden Andersdenkenden vorgeht. Ich gehe davon aus, dass diese Protestdemonstrationen noch kommen. Und dann werden Hunderttausende auf den Straßen sein."

Dass Putin zum Mittel der Atombombe greifen werde, glaube er hingegen nicht.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

Mehr zum Thema Ukraine: