Am Samstag geht vielerorts das Licht aus: Was hat es damit auf sich?

Deutschland - Mit der Licht-Aus-Aktion Earth Hour will die Umweltstiftung WWF am Samstagabend auf die Bedrohungen in Folge des Klimawandels aufmerksam machen.

Das Brandenburger Tor während der Earth Hour 2020. Die diesjährige Licht-Aus-Aktion findet am 27. März statt.
Das Brandenburger Tor während der Earth Hour 2020. Die diesjährige Licht-Aus-Aktion findet am 27. März statt.  © Paul Zinken/dpa

"Die nächsten Jahre sind im Wettlauf mit der Klimakrise und dem Verlust der Artenvielfalt entscheidend", teilte WWF-Sprecher Marco Vollmar am Donnerstag mit. "Jede sechste Art könnte aussterben. Waldbrände werden häufiger, Dürren und Überflutungen heftiger."

Am Samstag soll demnach um 20.30 Uhr eine Stunde lang auf der ganzen Welt das Licht ausgeschaltet werden.

In Deutschland soll das Licht den Angaben zufolge nicht nur in mehreren Hundert Städten und Gemeinden ausgehen - sondern auch im Schloss Neuschwanstein, am Kölner Dom und am Brandenburger Tor.

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Gut ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl und vor den kommenden Landtagswahlen wolle man die Aktion auch als Forderung an die Politik verstanden wissen, sagte der WWF-Sprecher. "Keine Partei kommt im Superwahljahr am Klimaschutz vorbei. Wer Regierungsverantwortung anstrebt, muss einen Plan haben."

Indonesien: Kerzen werden anlässlich der Earth Hour 2019 in Jakarta angezündet.
Indonesien: Kerzen werden anlässlich der Earth Hour 2019 in Jakarta angezündet.  © XinHua/dpa

In Zeiten der Corona-Pandemie empfiehlt der WWF, die Earth Hour zu Hause zu verbringen und die Aktion auf den sozialen Netzwerken zu verfolgen. "Mitmachen kann jede und jeder", betonte Vollmar.

Die Idee zur Earth Hour wurde vor 14 Jahren in Australien geboren. Heute sei die Earth Hour die größte weltweite Klima- und Umweltschutzaktion der Welt, so der WWF.

Titelfoto: XinHua/dpa

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