Saubere Sache: Zehntausende bei "RhineCleanUp" erwartet

Mainz - Zehntausende Freiwillige wollen am Samstag entlang des Rheins und anderer Flüsse Müll einsammeln. Die Initiatoren des Aktionstages "RhineCleanUp 2021" erwarteten bis zu 40.000 Helfer.

Bereits im Vorjahr beteiligten sich insgesamt rund 35.000 Menschen an der Umweltschutz-Aktion.
Bereits im Vorjahr beteiligten sich insgesamt rund 35.000 Menschen an der Umweltschutz-Aktion.  © dpa/Andreas Arnold

Ziel ist es, den Rhein von der Quelle in der Schweiz bis zur Mündung in den Niederlanden von tonnenweise Abfällen zu säubern. Im Jahr 2020 hatten etwa 300 Gruppen mitgemacht, die Zahl der Müllsammler wurde auf 35.000 geschätzt.

Die rheinland-pfälzische Klimaschutzministerin Anne Spiegel (40, Grüne), die sich selbst an der Aktion beteiligte, sprach von einem wichtigen Signal, um das Bewusstsein der Bevölkerung für das Ausmaß der Landschaftsvermüllung und die Auswirkungen auf Gewässer zu schärfen.

Besonders bedenklich seien die Plastikverschmutzung und deren Folgen in den Wasser-Ökosysteme, teilte sie mit.

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Bei dem "CleanUp 2021" geht es nicht mehr nur um den Rhein, sondern auch um andere Flüsse. So sollen unter anderem auch die Ufer von Mosel, Ruhr, Main, Lahn und Kinzig von Unrat befreit werden.

Mit der Aktion soll zum einen verhindert werden, dass noch mehr Plastikmüll in die Meere gelangt, zum anderen soll sie das Bewusstsein dafür schärfen, Müll nicht einfach in die Umwelt zu werfen.

Nach Angaben des Zweckverbandes Oberes Mittelrheintal gehen Experten davon aus, dass allein der Rhein jedes Jahr 380 Tonnen Kunststoff in die Nordsee spült.

Titelfoto: dpa/Andreas Arnold

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