Müll am Ostseestrand: Freiwillige wollen die Küsten putzen

Rostock - Zum Internationalen Küstenputztag am Samstag haben zahlreiche Organisationen und Kommunen die Menschen in ganz Mecklenburg-Vorpommern zur Teilnahme aufgerufen.

Plastikmüll liegt an einem Strand im Sand. (Archivbild)
Plastikmüll liegt an einem Strand im Sand. (Archivbild)  © Ingo Wagner/dpa

In den vergangenen Jahren wurde stets tonnenweise Müll gesammelt. 

Alleine in Rostock werde es elf Sammelorte geben: in der Stadt, am Strand, an Ufern, im Wasser, auf dem Wasser und sogar unter Wasser. 

Der Internationale Küstenputztag wird an jedem dritten Samstag im September organisiert.

Erdüberlastungstag: Experten warnen vor Rebound-Effekt und Regenwald-Zerstörung
Umweltschutz und Nachhaltigkeit Erdüberlastungstag: Experten warnen vor Rebound-Effekt und Regenwald-Zerstörung

In diesem Jahr stehen nach Angaben der Rostocker Stadtverwaltung Zigarettenkippen besonders im Fokus. 

"Sie verursachen einen immensen Schaden in der Umwelt", hieß es. Es sei weltweit mit 4300 Milliarden Kippen zu rechnen, die jährlich anfallen. 

Rund 80 Prozent davon landen in der Umwelt, dann könnten Giftstoffe wie Arsen, Blei, Cadmium und Nikotin ausgewaschen werden und ins Grundwasser gelangen. 

Wegwerfprodukte sind die Normalität

Freiwillige sammeln Müll am Ostseestrand von Warnemünde. (Archivbild)
Freiwillige sammeln Müll am Ostseestrand von Warnemünde. (Archivbild)  © Bernd Wüstneck/dpa

Die Zigarettenfilter werden an allen Treffpunkten vom anderen Müll separat gesammelt und gegen 17.30 Uhr mit einer "Kippenkarawane" am Circus Fantasia im Stadthafen zusammengetragen.

"Wir riskieren, den einzigartigen Lebensraum Meer in eine große Müllhalde zu verwandeln", warnte die Meeresmüllexpertin der Umweltschutzorganisation BUND, Dorothea Seeger.

 "Unsere Art zu leben und zu konsumieren produziert zu viel Müll." 

Preisdrückerei und Scheinheiligkeit: Bauernverband schießt gegen Aldi!
Umweltschutz und Nachhaltigkeit Preisdrückerei und Scheinheiligkeit: Bauernverband schießt gegen Aldi!

In der Pflicht seien aber nicht alleine die Verbraucher, sondern auch Industrie und Handel. 

Sie hätten Wegwerfprodukte über Jahrzehnte zur Normalität gemacht. 

"Müllsammelaktionen sind wichtig und sinnvoll, um auf den Schaden aufmerksam zu machen und möglichst einzudämmen."

Titelfoto: Ingo Wagner/dpa

Mehr zum Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit: