Waldsterben in NRW: Kampf gegen Borkenkäfer-Plage geht weiter

Düsseldorf – Das große Fichtensterben in Nordrhein-Westfalen geht weiter, aber auch der Kampf gegen den Borkenkäfer zeigt Wirkung.

So sieht es aus, wenn sich Borkenkäfer durch die Baumrinde gefressen haben.
So sieht es aus, wenn sich Borkenkäfer durch die Baumrinde gefressen haben.  © Oliver Berg/dpa

Trotz des relativ feuchten ersten Halbjahres sei die Schadholz-Menge seit 2018 auf mittlerweile rund 35 Millionen Festmeter gestiegen, berichtet die "Westfalenpost" unter Berufung auf das NRW-Umweltministerium.

Der Borkenkäfer habe bereits 44 Prozent des gesamten Bestandes in NRW zur Strecke gebracht.

Aber auch die Gegenmaßnahmen sind nicht erfolglos. So seien fast 19 Millionen Festmeter Fichte vor dem Befall durch Borkenkäfer geschützt worden, sagte Hubert Kaiser, Leiter der Landesforstbehörde, der Zeitung.

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Rein rechnerisch seien mehr als 72 Milliarden Käfer in NRW unschädlich gemacht worden.

Im Sauerland versuchen der Landesbetrieb Wald und Holz sowie Waldbauern in einem Pilotprojekt zu retten, was zu retten ist. Dort wurden mithilfe von Satellitendaten größere noch intakte Fichtenbestände in höheren Lagen ermittelt.

Ziel sei es, befallene Bäume so schnell wie möglich aus dem Wald zu entfernen. Das Land habe dafür rund 20 Borkenkäfer-Helfer zur Verfügung gestellt, sagte Kaiser.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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