Tödliches Zugunglück: Ermittlungen dauern immer noch an

Auggen - Fast ein Jahr nach dem tödlichen Zugunglück von Auggen (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) ermitteln die Behörden noch.

Auggen, 3. April 2020: Die havarierte Lok steht nach dem Zusammenstoß mit dem Betonteil schief auf den Gleisen.
Auggen, 3. April 2020: Die havarierte Lok steht nach dem Zusammenstoß mit dem Betonteil schief auf den Gleisen.  © Patrick Seeger/dpa

Die Untersuchungen der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung dauerten noch an, teilte das Bundesverkehrsministerium auf Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Christian Jung (43) mit. "Es liegt noch kein Untersuchungsergebnis vor."

Anfang April 2020 hatte sich eine 100 Tonnen schwere Betonplatte von einer Brücke gelöst und war auf Gleise der Rheintalstrecke zwischen Freiburg und Basel gestürzt.

Ein Schweizer Güterzug, der Lastwagen und deren Fahrer transportierte, stieß mit der Betonplatte zusammen und entgleiste daraufhin zum Teil.

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Der 51 Jahre alte Lokführer kam ums Leben. Drei der zehn mitfahrenden Lkw-Fahrer wurden verletzt.

Die Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Basel wird von zwei auf vier Gleise ausgebaut. Im Rahmen dieser Arbeiten sollte die Brücke, von der sich das Betonteil löste, abgerissen werden.

Nach dem Unfall musste die Bahn auf rund 250 Metern die beschädigten Gleise erneuern sowie 1500 Tonnen Schotter und 680 Schwellen austauschen. Auf 500 Metern wurden Oberleitungen, Leit- und Sicherungstechnik repariert.

Mechanischer Fehler oder Fahrlässigkeit?

Jung kommentierte am Dienstag: "Es ist ärgerlich und frustrierend, vor allem für die Angehörigen, dass kurz vor dem Jahrestag des schrecklichen Bahnunfalls bei Auggen die Untersuchungen immer noch nicht abgeschlossen worden sind."

Nach wie vor sei unklar, ob es sich um einen mechanischen Fehler gehandelt habe oder womöglich fahrlässig gehandelt worden sei. "Leider bleiben die Deutsche Bahn AG und die übrigen Verantwortlichen den Angehörigen und allen weiteren Beteiligten weiterhin eine Antwort schuldig."

Titelfoto: Patrick Seeger/dpa

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