BBC-Journalist tot aufgefunden: Polizei steht vor einem Rätsel

Aberdare (Großbritannien) - Er galt als erfahrener Reporter und wortgewandter politischer Korrespondent. Dann wurde der britische BBC-Journalist John Stevenson (68) tot in seiner Wohnung aufgefunden.

Die Beamten der Stadt Aberdare (Wales) stehen vor einem Rätsel. (Symbolbild)
Die Beamten der Stadt Aberdare (Wales) stehen vor einem Rätsel. (Symbolbild)  © Markus Gann/123RF

Das Unglück geschah bereits am 12. März 2020, erst jetzt wurde es jedoch der breiten Öffentlichkeit bekanntgemacht.

Zusammen mit seinem Lebensgefährten wurde John Stevenson tot in seinem Schlafzimmer entdeckt. Beide Personen lagen leblos auf dem Fußboden neben dem Bett.

Keine der beiden Leichen wies irgendeine Verletzung auf, die Polizei steht daher vor einem Rätsel.

War es Suizid mit Hilfe von Tabletten? Oder führte doch ein ganz anderer Umstand zum Tod der beiden Männer?

Die Lebensgeschichte von John Stevenson lässt sich als tragisch bezeichnen: Der Brite startete seine vielversprechende journalistische Karriere schon in seiner Jugend und schaffte es schnell zur BBC.

Doch ebenso rasant wie sein Aufstieg verlief auch sein Absturz: Jahrelang kämpfte der Reporter mit Alkoholabhängigkeit und sogar Obdachlosigkeit, berichtet Daily Star.

Mit Unterstützung seiner Familie kam sich Stevenson wieder nach oben, durfte schon bald erneut bei der BBC anfangen. 2013 trat er in den Ruhestand und wohnte fortan im ländlich geprägten Aberdare. Das "verlorene Jahrzehnt", in dem er unter seiner Sucht und Obdachlosigkeit litt, ließ ihn gedanklich nie komplett los.

Bis heute gilt die Todesursache von John Stevenson und seinem Freund als "unbestimmt". Die Familie des Reporters stimmte zu, dass seine sterblichen Überreste für medizinische Forschungszwecke verwendet werden dürfen. Die Untersuchung des mysteriösen Todes könnte sich noch bis ins Jahr 2022 hinziehen.

Titelfoto: Screenshot Twitter @BryantDjbryant

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