Beirut: Deutsche Helfer schockiert vom Ausmaß der Zerstörung

Beirut - Deutsche Rettungshelfer sind vom Ausmaß der Zerstörung nach der Explosion in der libanesischen Hauptstadt Beirut schockiert. 

Deutsche Zivilschutz-Mitarbeiter arbeiten inmitten riesiger Zerstörungen im Hafen von Beirut. Nach der schweren Detonation wird weiterhin nach Opfern und Überlebenden gesucht.
Deutsche Zivilschutz-Mitarbeiter arbeiten inmitten riesiger Zerstörungen im Hafen von Beirut. Nach der schweren Detonation wird weiterhin nach Opfern und Überlebenden gesucht.  © Marwan Naamani/dpa

"Das Einsatzgebiet ist wirklich riesig", sagte die Sprecherin des Technischen Hilfswerks (THW), Georgia Pfleiderer, am Freitag aus dem Einsatzgebiet der Deutschen Presse-Agentur am Telefon. 

Die Schäden seien immens. "Was hier an Gebäuden stand, das waren ja richtige Hochregallager und Großgebäude, die liegen alle in Trümmern. Das ist wirklich eine Dimension, die ist echt atemberaubend." 

Ihr bisher fünfter THW-Einsatz im Ausland sei "vom Ausmaß des Schadens das Größte, was ich bisher gesehen habe".

Knapp 50 Helfer waren am Mittwochabend im Auftrag der Bundesregierung zur schnellen Hilfe nach der verheerenden Explosion in den Libanon aufgebrochen. 

Nach offiziellen Angaben kamen bei der Katastrophe mehr als 150 Menschen ums Leben, etwa 5000 wurden verletzt. Unter den Trümmern werden noch Vermisste vermutet. 

Nationale sowie internationale Helfer suchen demnach weiter nach Überlebenden.

Mensch und Hund im Einsatz

Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) von der Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) verschaffen sich ein Bild der Lage.
Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) von der Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) verschaffen sich ein Bild der Lage.  © Georgia Pfleiderer/THW/dpa

Vermisste habe das Team noch keine finden können, sagte Pfleiderer. 

Man sei aber durchgehend mit Mensch und Hund im Einsatz und auf der Suche. "Wir arbeiten in zwei Teams, damit die einen immer in Ruhe sind und die anderen sich um die Arbeiten kümmern", erklärte sie.

Im Einsatz ist auch die im Landkreis Osnabrück ansässige Rettungsorganisation @fire Internationaler Katastrophenschutz. Deren 13-köpfiges Team hatte am Mittwoch die Arbeit in Beirut aufgenommen.

Titelfoto: Marwan Naamani/dpa

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