Vier Tote bei Bau-Unglück: Ermittler hoffen auf wichtige Hinweise von der Obduktion

Denklingen - Nach einer kleinen Pause gehen die Ermittlungen zur Ursache des Bau-Unglücks mit vier Toten im oberbayerischen Denklingen zu Wochenbeginn weiter. 

Polizeibeamte untersuchen eine Baustelle. Vier Arbeiter sind dort beim Einsturz einer Betondecke getötet worden.
Polizeibeamte untersuchen eine Baustelle. Vier Arbeiter sind dort beim Einsturz einer Betondecke getötet worden.  © Matthias Balk/dpa

"Es waren schon viele Befragungen am Freitag. Die Kollegen werden am Montag nun weitermachen", kündigte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord an. 

Wichtige Hinweise erhoffen sich die Beamten von der Obduktion der Leichen, die spätestens am Dienstag erfolgen soll.

Insgesamt aber werden die Ermittlungen nach Einschätzung der Polizei noch Wochen dauern. "Das ist eine Geschichte, die sich sicher länger ziehen wird", betonte der Sprecher. 

"Man hat eine ganze Menge Spuren erhoben, und das alles muss jetzt ausgewertet und auch gutachterlich festgestellt werden. Das wird sicherlich einige Wochen in Anspruch nehmen."

Am Freitag war bei Betongießarbeiten in dem Ort im Landkreis Landsberg am Lech eine Decke mit Schalung eingestürzt. Die Arbeiter wurden teils unter Trümmern und flüssigem Beton begraben. Für sie kam jede Hilfe zu spät. 

Bei den Toten handelte es sich laut Polizei um einen 16-Jährigen - möglicherweise ein Auszubildender -, einen 34-Jährigen und zwei 37 Jahre alte Männer. Unter ihnen sollen Familienväter sein.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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