Fingerloser Bergsteiger nach Sturz in Gletscherspalte vermisst

Islamabad (Pakistan) - Mit Armeehubschraubern und Bergsteigern: Die Suche nach dem südkoreanischen Bergsteiger Kim Hong Bin (57) im Norden Pakistans läuft auf Hochtouren.

Zuvor hatte der 57-jährige Kim Hong Bin den Gipfel des 8047 Meter hohen Broad Peak im südasiatischen Karakorum-Gebirge erklommen. (Symbolbild)
Zuvor hatte der 57-jährige Kim Hong Bin den Gipfel des 8047 Meter hohen Broad Peak im südasiatischen Karakorum-Gebirge erklommen. (Symbolbild)  © 123rf/poendl

Der 57-Jährige, dem alle zehn Finger fehlen, sei am Sonntag vermutlich in eine Gletscherspalte gestürzt, nachdem er den Gipfel des 8047 Meter hohen Broad Peak im südasiatischen Karakorum-Gebirge erklommen hatte, sagte Karrar Haidri, der Sekretär des Pakistanischen Alpenvereins am Dienstag.

Die Nachrichtenagentur Yonhap berichtete unter Berufung auf die Union der Asiatischen Alpin-Verbände (UAAA), der Kontakt zu Kim habe sich beim Abstieg auf 7900 Meter über Meereshöhe verloren.

"Wir versuchen unser Bestes, um ihn zu finden", sagte Haidri, dessen Club Expeditionen für Bergsteiger in Pakistan organisiert.

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Südkoreanischen Medienberichten vom Montag zufolge hat Kim mit dem Broad Peak die 14 höchsten Berge der Erde bestiegen und sei der erste Mensch mit Behinderung, von dem bekannt sei, dies geschafft zu haben.

Kim hatte seine Finger vor 30 Jahren aufgrund von Erfrierungen verloren, die er sich während eines Solo-Aufstiegs am 6190 Meter hohen Denali (früher Mount McKinley) in Alaska zuzog.

Dem Alpinverband zufolge ist Kim der 44. Mensch und der siebte Südkoreaner, der bisher die 14 höchsten Berge erklommen hat.

Titelfoto: 123rf/poendl

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