Gefährliche Stoffe nach Explosion in Leverkusen? Erste Untersuchung vorgestellt

Leverkusen - Die Untersuchungen der Ruß- und Staubrückstände, die nach dem verheerenden Brand in der Müllverbrennung des Chemieparks Leverkusen in den umliegenden Wohngebieten niedergingen, haben nach Angaben des Landesumweltamtes nur eine geringe Schadstoffbelastung ergeben.

Nach der Explosion in einer Leverkusener Müllverbrennungsanlage am Vortag hält die Stadt ihre Bürger wegen niedergegangenen Rußpartikel weiterhin zur Vorsicht an.
Nach der Explosion in einer Leverkusener Müllverbrennungsanlage am Vortag hält die Stadt ihre Bürger wegen niedergegangenen Rußpartikel weiterhin zur Vorsicht an.  © Marcel Kusch/dpa

Es seien keine Rückstände von Dioxin und dioxinähnlichen Stoffen in den Rußpartikeln festgestellt worden, teilte das Landesamt am Freitag mit.

Bei den Polychlorierten Biphenylen (PCB) und den Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) seien sehr geringe Werte gemessen worden, die die Bewertungsgrenzen unterschritten.

Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass die am Brandereignis und der Explosion in Leverkusen beteiligten Stoffe nur ein geringes Dioxin-Bildungspotential gehabt hätten.

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Die Ermittlungen, welche weiteren Stoffe bei dem Unfall beteiligt waren, dauerten noch an.

Daher sei noch unklar, ob weitere, bisher unbekannte Stoffe in die nähere Umgebung der Brandstelle eingetragen worden seien.

Deshalb empfehle das Landesamt, die bisher geltenden Maßnahmen der Gesundheitsvorsorge aufrechtzuerhalten.

Warnung für Menschen rund um Explosion in Leverkusen gilt weiter

Die Menschen sollten weiterhin auf den Verzehr von Obst und Gemüse aus dem Garten verzichten, verunreinigte Flächen nicht anfassen und auch nicht selber reinigen.

Das gelte für das betroffene Stadtgebiet Leverkusen und die unmittelbar angrenzenden Bereiche der Städte Leichlingen und Opladen.

Titelfoto: Marcel Kusch/dpa

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