Drama in der Straßenbahn! Schiene durchbohrt Fahrzeugboden, ein Verletzter

Bukarest (Rumänien) - Zu einem dramatischen Vorfall kam es am vergangenen Freitag in der rumänischen Hauptstadt Bukarest. Dort hatte sich unter einer Straßenbahn ein Schienenstück gelöst und den Boden des Fahrzeugs mit voller Wucht durchschlagen. Ein Fahrgast wurde dabei verletzt.

In Bukarest löste sich unter einer Straßenbahn eine Schiene und durchstach den Fahrzeugboden. Ein Mann (50) wurde dabei verletzt. (Symbolbild)
In Bukarest löste sich unter einer Straßenbahn eine Schiene und durchstach den Fahrzeugboden. Ein Mann (50) wurde dabei verletzt. (Symbolbild)  © 123rf.com/Vlad Ispas

Die Straßenbahn der Linie 19 hatte gerade eine Station im Bukarester Stadtteil Nerva Traian, knapp zwei Kilometer von der Patriarchenkathedrale entfernt, verlassen, als die Passagiere einen Ruck spürten.

Laut dem rumänischen Privatfernsehsender Stirile ProTV spielten sich im vorderen Bereich der Bahn dramatische Szenen ab, nachdem ein Gleis den Fahrzeugboden durchstochen hatte. Dabei wurde ein 50 Jahre alter Mann leicht verletzt, der direkt daneben saß.

Er wurde zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht, sein Zustand sei stabil.

Sechs Pitbulls fallen über Mutter her und massakrieren sie!
Unglück Sechs Pitbulls fallen über Mutter her und massakrieren sie!

Dabei entschieden nur wenige Zentimeter über Leben und Tod!

Denn hätte der Mann auf dem Platz gesessen, vor dem die Schiene den Wagenbereich durchbohrte, wären seine Verletzungen höchstwahrscheinlich weitaus schlimmer gewesen.

Erste Ermittlungen der Polizei ergaben, dass sich an der gelösten Schiene Schweißnähte befanden. Das könnte auf eine schlechte Wartung hindeuten.

Ob diese ordnungsgemäß durchgeführt wurden, werde noch untersucht. Ebenso, ob der technische Zustand der Fahrstrecke einen sicheren Straßenbahnbetrieb gewährleistete.

Führte extreme Hitze zu dem Unglück?

Die Ermittler schließen auch nicht aus, dass die extrem hohen Temperaturen der vergangenen Tage zu dem Unglück führten und das Gleisstück aufgrund der Sommerhitze "wegknickte". Bei heißem Wetter könnten sich die Schienen verbiegen und aus der Spur "springen". Das Phänomen ist auch in anderen Ländern bekannt.

Die Polizei untersucht den Fall weiter und schließt eine strafrechtliche Verfolgung der Bukarester Verkehrsgesellschaft nicht aus.

Die städtische Verkehrsbehörde Bukarest entschuldigte sich für den Vorfall. "Wir werden alles daran setzen, dass unsere Infrastruktur in naher Zukunft modern ist und unter normalen Bedingungen genutzt werden kann", versicherte das Unternehmen.

Titelfoto: 123rf.com/Vlad Ispas

Mehr zum Thema Unglück: