Jugendlicher (†13) klagt nach Baden über Kopfschmerzen: Ärzte stellen Schreckliches fest

Palatka (USA) - Alicia Whitehill und Travis Tanner stehen immer noch unter Schock. Am 2. August haben sie ihren Sohn Tanner Lake Wall (†13) verloren.

Tanner (†13) hatte sich beim Baden offenbar eine parasitäre Amöbe eingefangen.
Tanner (†13) hatte sich beim Baden offenbar eine parasitäre Amöbe eingefangen.  © Screenshot/Facebook/Alicia Whitehill

Eigentlich begann der Sommer für die Familie aus dem kleinen Städtchen Palatka perfekt, denn sie fuhren alle gemeinsam für ein paar Tage in den Urlaub auf einen Campingplatz an einem See.

Nur einen Tag später klagte der 13-jährige Sohn Tanner allerdings über Kopfschmerzen, die im Laufe der Woche immer schlimmer wurden. 

Statt sich zu erholen, verschlechterte sich der Gesundheitszustand des Jungen rapide. Symptome wie Übelkeit und Fieber kamen hinzu. 

"Wir brachten Tanner zum Putnam Community Medical Center in Palatka. Der Arzt diagnostizierte eine Halsentzündung und Tanner wurde wieder nach Hause geschickt", erzählte Mutter Alicia Whitehill gegenüber TODAY.

Völlig verwundert über diese Diagnose entschied sich die besorgte Mutter, ihren Sohn in ein Krankenhaus zu bringen. 

Im Shands Hospital in Gainesville angekommen, wurde der 13-Jährige zur Beobachtung in der Klinik gelassen. 

Tanner hatte sich eine parasitäre Amöbe eingefangen

Tanner spielt am Handy, als er noch lebte.
Tanner spielt am Handy, als er noch lebte.  © Screenshot/Facebook/Alicia Whitehill

Am Morgen danach teilten Ärzte den besorgten Eltern des Teenies mit, dass er womöglich an einer Meningitis, also einer Hirnhautentzündung, litt. 

Der Verdacht wurde wenige Tage danach bestätigt. Tanner kam auf die Intensivstation.

Eine Weile war sein Zustand stabil, bis eines Tages seine Vitalwerte sanken. Eine Untersuchung ergab, dass sich plötzlich Flüssigkeit in Tanners Hirn angesammelt hatte, welches dadurch in der direkten Folge komplett geschwollen war. 

Obwohl Ärzte die Wasseransammlung im Gehirn absaugten, erging es dem Jugendlichen nicht viel besser. Wenig später war wieder Flüssigkeit im Hirn.

Eine erneute Untersuchung zeigte, dass sich in Tanners Hirn eine parasitäre Amöbe befand. Ärzte vermuteten nur eine geringe Überlebenschance.

"Am Sonntag sagten die Ärzte zu uns, dass Tanner tatsächlich nun hirntot sei und die Beatmungsgeräte abgeschlossen werden, da es keine Chance mehr gibt", so die 39-jährige Mutter.

Höchstwahrscheinlich war die Amöbe im Wasser in den Körper des Jugendlichen gelangt. Diese wanderte offenbar durch den Mund oder die Nase direkt ins Gehirn. Der See am Campingplatz soll nun gesperrt sein.

Titelfoto: Screenshot/Facebook/Alicia Whitehill

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