Bruder (†10) opfert sich, um seine Schwester (6) zu retten

Millington (USA) - Abigail Luckett (6) spielte am vergangenen Sonntag mit ihrem zehnjährigen Bruder Benjamin und einem weiteren Bruder auf einem zugefrorenen Teich in der Nähe des Hauses ihrer Eltern in Millington (US-Bundesstaat Tennessee). Plötzlich brach das Eis unter den Füßen des Mädchens und es fiel in das eiskalte Wasser.

Ein kleines Mädchen (6) überlebte einen Sturz ins eiskalte Wasser. Ihr Retter starb. (Symbolbild)
Ein kleines Mädchen (6) überlebte einen Sturz ins eiskalte Wasser. Ihr Retter starb. (Symbolbild)  © 123rf.com/Katya Shut

Benjamin sprang schnell hinterher, um seine kleine Schwester zu retten. Doch beide konnten nicht mehr aus dem Wasser klettern.

Abigails anderer Bruder lief sofort los, um Hilfe zu holen. Der Vater der drei Kinder, Robert Luckett, konnte zwar seine Tochter aus dem Wasser ziehen, aber er erreichte seinen Sohn nicht.

Erst den zum Unglücksort geeilten Feuerwehrleuten von Shelby County gelang es, Benjamin aus dem Wasser zu ziehen.

Beide Kinder wurden in ein Krankenhaus eingeliefert, wo Benjamins Tod festgestellt wurde, berichtet "Daily Mail". Er starb an Unterkühlung.

Die Sechsjährige war noch zwei Tage lang an ein Beatmungsgerät angeschlossen. Inzwischen erholt sie sich nach dem furchtbaren Sturz, wird aber noch immer von den Ärzten betreut. Ihr Zustand sei aber gut.

"Die Mitarbeiter vom Rettungsdienst sagten, dass Benjamin versuchte, Abigail über Wasser zu halten. Es ist ein unglaubliches Opfer, das er bereit war zu bringen, um seine kleine Schwester zu retten", sagte der im Ort zuständige Pastor, Stacey Stilgenbauer. Er erklärte, dass die Familie überwältigt sei von der Unterstützung, die sie seit dem tragischen Vorfall von der Gemeinde erhalten habe.

Nach der Tragödie forderten die örtlichen Behörden die Bewohner auf, in der Nähe von zugefrorenen Gewässern vorsichtig zu sein: "Das Eis ist nicht dick genug, um einen Menschen zu tragen", hieß es in einer Erklärung.

Ungewöhnliche Kälte

In weiten Teilen der USA herrschen nach Winterstürmen noch immer extreme Wetterbedingungen, einschließlich Eisregen und mitunter chaotischen Zuständen, weil in vielen Gegenden der Strom und die Trinkwasserversorgung ausgefallen sind.

Nach der ungewöhnlichen Kälte können viele Amerikaner aber langsam aufatmen: In den nächsten Tage erwarten die Meteorologen ein Ende der Winterwetter-Krise.

Titelfoto: 123rf.com/Katya Shut

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