Mann verläuft sich in Bergen: Sein Notruf fällt richtig kurios aus

Steyrling (Österreich) - Ein Mann (53) verlor mitten in den Bergen die Orientierung und alarmierte den Notruf. Dort hatte er zunächst eine kuriose Bitte, bevor sich die Einsatzkräfte an die Rettung machen sollten.

Insgesamt drei Hubschrauber - zwei von der Polizei und einer vom Militär - suchten den Mann.
Insgesamt drei Hubschrauber - zwei von der Polizei und einer vom Militär - suchten den Mann.  © Facebook/Hundestaffel Bergrettung Oö

Vermutlich am Dienstagnachmittag machte sich ein 53-jähriger Bergsteiger im Brunnental in Oberösterreich auf in die Berge. 

Er wollte nur in Richtung Ödseen wandern, verlor jedoch die Orientierung.

Um 20 Uhr alarmierte er deshalb den Notruf und erklärte seine missliche Lage. Beschreiben, wo er ist, konnte er freilich wenig. Jedoch hatte der Bergsteiger eine Bitte an die Leitstelle, wie die österreichische Tageszeitung "Heute" berichtete.

"Bitte sagen Sie meinem Chef Bescheid, ich werde es morgen wahrscheinlich nicht mehr rechtzeitig in die Arbeit schaffen", bat er das Personal am anderen Ende der Leitung.

Christian Mlinar von der Bergrettung Steyrling erklärte der Zeitung, wie häufig so eine Bitte vorkommt: "Äußerst selten, bis gar nicht. Das war auch für uns schon ungewöhnlich, aber jeder reagiert in einer Notsituation eben anders."

Ob die Leitstelle tatsächlich den Chef ausfindig gemacht und über das Verschwinden des 53-Jährigen informiert hat, konnte im Nachhinein nicht mehr herausgefunden werden. Mlinar geht aber davon aus, dass die Leitstelle Erfolg hatte.

Zugleich setzte sich ein riesiger Suchtrupp in Bewegung, der den Mann aufspüren sollte.

Polizei, Feuerwehr, Bergrettung und Bundesheer im Einsatz: 16-stündige Suchaktion mit Happy End

Die Feuerwehr mobilisierte mehrere Kräfte, die die Berge mit Fahrzeugen absuchten.
Die Feuerwehr mobilisierte mehrere Kräfte, die die Berge mit Fahrzeugen absuchten.  © Facebook/Freiwillige Feuerwehr Steyrling

Am Telefon war der Mann fortan nicht mehr erreichbar, eine Ortung somit unmöglich. Deshalb rückten mehrere Einsatzkräfte von Bergrettung und Feuerwehr aus.

"Aufgrund der aufkommenden Dunkelheit und dem regnerischen Wetter wurde eine Suchaktion gegen ein Uhr eingestellt", erklärte die Polizei. Am nächsten Morgen setzten sich die Retter jedoch wieder in Bewegung. Und dieses Mal mit reichlich Verstärkung. 

Kräfte von Polizei, Feuerwehr, Bergrettung mit drei Such-Hunden und sogar das Bundesheer rückten zur großen Suchaktion an. 

Insgesamt drei Hubschrauber waren "aufgrund des riesigen Suchgebietes" im Einsatz, teilten die Gesetzeshüter mit. Weitere Retter suchten den verloren gegangenen Mann am Boden.

Am Mittag, gegen 12.30 Uhr, wurde der Unbekannte nach insgesamt über 16 Stunden im Einsatz aufgespürt. 

"Der Abgängige wurde auf 1400 Metern im hochalpinen, unwegsamen Gelände gefunden", teilte die Polizei mit.

So berichteten die Suchenden über die große Bergrettungs-Aktion

Der Unbekannte wurde mittels Taubergung eines Polizeihelikopters aus den Bergen befreit und in eine Klinik gebracht. 

Außer ein paar Schürfwunden soll der Mann seinen Extrem-Ausflug gut überstanden haben.

Titelfoto: Facebook/Hundestaffel Bergrettung Oö, Facebook/Freiwillige Feuerwehr Steyrling

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