Medizinstudent soll an Leiche üben: Als er sieht, wer vor ihm liegt, stürmt er aus dem Saal!

Calabar (Nigeria) - Was für ein brutaler Zufall!

Ein Medizinstudent war schockiert, als er erkannte, wer die Leiche ist. (Symbolbild)
Ein Medizinstudent war schockiert, als er erkannte, wer die Leiche ist. (Symbolbild)  © 123RF/bialasiewicz

Der Medizinstudent Enya Egbe (26), der an der nigerianischen Universität von Calabar gerade einen Anatomiekurs belegte, wurde plötzlich mit der grausamen Wahrheit konfrontiert.

Als die drei Leichen, an denen die Studenten üben sollten, im OP-Saal enthüllt wurden, traf Egbe der Schlag: Vor ihm lag sein guter Freund Divine, den er seit sieben Jahren gekannt hatte. Verstört lief der Student mit Tränen in den Augen aus dem Raum, berichtet aktuell der Daily Star.

Gegenüber der BBC sagte der 26-Jährige nach dem Vorfall: "Wir gingen früher zusammen in die Clubs. Auf seiner rechten Brustseite waren zwei Einschusslöcher."

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Damit sprach der Medizinstudent das eigentliche Problem an. So würden laut Daily Star in Nigeria immer wieder Menschen außergerichtlich von Polizeikräften getötet. Die Leichen seien danach oft nicht mehr auffindbar.

Familienangehörige könnten die Verstorbenen dann gar nicht abholen, weil sie nicht wüssten, wo die Leichname seien.

Angehörige suchten verzweifelt nach Divine

Aufgrund eines Gesetzes in dem westafrikanischen Land landen viele der Toten, die niemand abholt, routinemäßig in staatlichen Leichenhallen. Später werden sie dann an medizinische Fakultäten übergeben, damit die Studenten an ihnen lernen können.

Oyifo Ana, eine Mitstudentin, die dabei gewesen war, als Enya Egbe aus dem Saal stürmte, sagte: "Die meisten Leichen, die wir in der Schule benutzten, hatten Kugeln in sich." Und weiter: "Ich fühlte mich so schlecht, als mir klar wurde, dass einige der Leute vielleicht keine echten Kriminellen sind."

Nachdem Enya Egbe sich wieder gesammelt hatte, kontaktierte er Divines Familie. Dadurch erfuhr der Afrikaner, dass sie bereits nach dessen Leiche suchten, mittlerweile vergeblich drei Polizeistationen kontaktiert hatten.

Dank des Medizinstudenten konnten die Angehörigen schließlich den Leichnam des jungen Mannes zurückfordern. Einige der Beamten wurden danach laut Daily Star wegen Divines' Ermordung entlassen!

Titelfoto: 123RF/bialasiewicz

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