Nach großem Erdrutsch: Retter suchen verzweifelt nach Vermissten

Ask - Mehr als 24 Stunden nach einem heftigen Erdrutsch in Norwegen gelten zehn Menschen weiterhin als vermisst.

Aus der Luft sieht der Erdrutsch wie ein großes Loch im Boden aus.
Aus der Luft sieht der Erdrutsch wie ein großes Loch im Boden aus.  © Uncredited/Norwegian Rescue Service NTB/AP/dpa

Einsatzkräfte suchten in der Nacht zum Donnerstag mit Drohnen und Hubschraubern weiter nach ihnen, sie fanden dabei einen Hund in dem Gebiet, wie die Polizei am Vormittag mitteilte.

Zugleich forderte sie die Menschen in der Region auf, vor 23 Uhr kein Feuerwerk in der Region zu zünden, um die Helikopter und Drohnen in der Luft nicht zu gefährden.

Berichte über Tote gab es bis zum Donnerstagvormittag nicht. Die Polizei machte bereits am Mittwochabend klar: "Der Fokus des Einsatzes liegt darauf, Leben zu retten."

Der Erdrutsch in Ask etwa 40 Kilometer nördlich der Hauptstadt Oslo hatte sich am frühen Mittwochmorgen ereignet. Er dehnte sich auf einer Länge von etwa 700 Metern und einer Breite von 300 Metern aus.

Mindestens zehn Menschen erlitten Verletzungen. Neun Häuser stürzten in der Folge des Abgangs bislang ein, andere sind einsturzgefährdet.

Erdrutsch-Gebiet ist für Suchteams weiterhin gefährlich

Zahlreiche Häuser wurden in die Tiefe gerissen oder zerstört.
Zahlreiche Häuser wurden in die Tiefe gerissen oder zerstört.  © Fredrik Hagen/NTB/dpa
Per Helikopter und mit Drohnen wird nach den Vermissten gesucht.
Per Helikopter und mit Drohnen wird nach den Vermissten gesucht.  © Fredrik Hagen/NTB/dpa

Knapp 1000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht.

Die Vermissten wohnten in der betroffenen Gegend, allerdings ist nicht klar, ob sie sich zur Zeit des Unglücks zu Hause befanden.

Von dem Gebiet waren auch am Donnerstag Teile weiter so instabil, dass es für die Suchteams zu gefährlich war, sie zu Fuß zu betreten.

Bereits im Sommer war Norwegen von einem ähnlichen Erdrutsch heimgesucht worden.

Damals zog der Abgang bei Alta im hohen Norden des Landes mehrere Häuser und Hütten ins Meer hinein.

Menschen waren dabei nicht verletzt worden. Wie damals wird auch jetzt damit gerechnet, dass die Bodenbeschaffenheit etwas mit dem Erdrutsch zu tun hat.

Die genaue Ursache für den Abgang von Ask ist bislang aber unklar. In jüngster Zeit hatte es in der Region viel geregnet.

Titelfoto: Uncredited/Norwegian Rescue Service NTB/AP/dpa

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