Von Stefanie Järkel
Weinheim - Nach dem tödlichen Rutschen-Unfall im Spaßbad "Miramar" in Weinheim an der Landesgrenze zu Hessen ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung gegen die drei Bekannten des Toten.
Es werde gegen die Personen ermittelt, welche gleichzeitig mit dem Verstorbenen die Rutsche genutzt haben sollen, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Mannheim mit.
Der Mann war nach dem Unfall am Pfingstsamstag zunächst schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden und dort später gestorben. Nach bisherigen Erkenntnissen war der 25-Jährige in der Rutsche mit mehreren Menschen zusammengestoßen und dabei bewusstlos geworden. Einsatzkräfte mussten ihn reanimieren.
Wie die Staatsanwaltschaft vergangene Woche mitgeteilt hatte, waren an dem Unfallgeschehen vier Männer beteiligt, die gemeinsam das Bad besuchten und sich kannten.
Nach Angaben des Bades waren die vier die Rutsche zusammen heruntergerutscht, obwohl das verboten ist.
Mann rutschte nicht als Erster
In einem unteren Teil der Rutsche seien die Männer zusammengestoßen, wie Videoaufnahmen zeigten, sagte ein Sprecher des Bades.
Auf Nachfrage erklärte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft: Derzeit sei davon auszugehen, dass der Tote nicht als Erster der Gruppe gerutscht war.
Die Leiche des 25-Jährigen wurde vergangene Woche obduziert. Eine Todesursache steht aber laut Staatsanwaltschaft bisher nicht fest. Es seien weitergehende feingewebliche Untersuchungen erforderlich, sagte die Sprecherin.
Diese seien bereits in Auftrag gegeben worden. Bis die Ergebnisse vorliegen, werde es voraussichtlich noch einige Wochen dauern.