Plage befürchtet! Erst Hochwasser, jetzt Giftspinnen in den Häusern?

Sydney - Im Zuge des Hochwassers in weiten Teilen des australischen Bundesstaates New South Wales befürchten Experten eine Giftspinnen-Invasion im Großraum Sydney.

Eine Trichternetzspinne. Ihren Namen verdankt sie der besonderen Bauweise ihrer Netze, die in einer trichterförmigen Wohnröhre enden.
Eine Trichternetzspinne. Ihren Namen verdankt sie der besonderen Bauweise ihrer Netze, die in einer trichterförmigen Wohnröhre enden.  © 123rf.com/Paul Looyen

Speziell geht es um die gefürchtete Trichternetzspinne, die nach Angaben des "Australian Reptile Park" als giftigste Spinnenart der Welt gilt.

Die dunklen, kräftigen Tiere können eine Länge von rund 35 Millimeter erreichen. Die Atrax robustus - so der wissenschaftliche Name - zählt zu den wenigen Arten, deren Biss auch für den Menschen tödlich sein kann.

Was die Bürger in den nächsten Tagen erwarten könnte, sei nicht mit einem normalen Anstieg des Spinnenvorkommens zu vergleichen, an den die Australier gewöhnt seien, wenn warme Tage auf feuchtes Wetter folgten, zitierte das Nachrichtenportal "news.com.au" Parkdirektor Tim Faulkner.

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Bereits jetzt sei zu beobachten, dass unzählige bodenbewohnende Spinnen wegen der Überschwemmungen in höheren Gebieten Schutz suchten.

Anwohner hatten zuletzt von einer wahren Plage der Krabbeltiere verschiedener Art an ihren Häuserwänden und Zäunen berichtet.

Trichternetzspinnen suchen Schutz in trockenen Gebieten

Tagelanger Starkregen hat im Südosten Australiens zu einem katastrophalen Hochwasser geführt, ganze Ortschaften wurden überflutet.
Tagelanger Starkregen hat im Südosten Australiens zu einem katastrophalen Hochwasser geführt, ganze Ortschaften wurden überflutet.  © Lukas Coch/AAP/dpa

Auch viele Trichternetzspinnen seien durch die Wassermassen aus ihrem Lebensraum vertrieben worden und suchten nun Schutz in trockeneren Gebieten.

"Leider könnte dies bedeuten, dass sie schon bald ihren Weg in Wohnungen und Häuser finden könnten", so Faulkner.

Er forderte "verantwortungsvolle Erwachsene" auf, die Spinnen - falls möglich - vorsichtig zu fangen und bei den Behörden oder dem Park abzugeben.

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Seit 1981 ein Gegengift auf den Markt kam, hat es keine Todesfälle durch die als aggressiv geltenden Trichternetzspinnen mehr gegeben.

Zuvor waren 13 Todesfälle bekannt geworden.

Faulkner forderte die Bürger auf, im Falle eines Bisses möglichst ruhig zu bleiben, einen Druckverband anzulegen und umgehend ein Krankenhaus aufzusuchen.

Titelfoto: Montage: Lukas Coch/AAP/dpa, 123rf.com/Paul Looyen

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