Riesige Verpuffung bei Wissenschafts-Experiment: 18 Verletzte, darunter viele Kinder

Girona (Katalonien/Spanien) - Bei einem Experiment in der spanischen Stadt Girona kam es am gestrigen Freitag zu einem schweren Zwischenfall: Während einer wissenschaftlichen Demonstration vor großem Publikum explodierte unvermittelt ein Fass mit Stickstoff. 18 Personen wurden verletzt, darunter viele Kinder.

Bei einem öffentlichen Experiment kam es zu einem Unglück: Eine riesige Verpuffung verletzte 18 Menschen.
Bei einem öffentlichen Experiment kam es zu einem Unglück: Eine riesige Verpuffung verletzte 18 Menschen.  © Montage: Twitter/Locarium

Ungefähr 300 Menschen, viele davon Kinder, waren bei dem Event anwesend, als es am Freitag gegen 19.45 Uhr zu der schweren Verpuffung kam, berichtet die Zeitung El País.

Demnach wollte der aus dem katalanischen Fernsehen bekannte Physiker Dani Jiménez zur "Europäischen Nacht der Wissenschaften" in einem Kulturzentrum in Girona ein eigentlich ungefährliches Experiment vorführen.

Dazu schütte Jiménez reichlich heißes Wasser und flüssigen Stickstoff in zwei Metallfässer, während sein Assistent die Behälter hielt. Dann stapelten die beiden Männer die Fässer übereinander und befestigten ein Seil am unteren Fass. Als der Fernseh-Physiker an der Schnur zog, passierte das Unglück.

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Eine gewaltige Verpuffung riss die Fässer in Stücke, zahlreiche Metallteile landeten im Publikum und verletzten mehrere Anwesende. Panik brach unter den Zuschauern aus.

Video: Experiment mit Stickstoff und heißem Wasser geht schief

Man will die weiteren Ermittlungsergebnisse abwarten

Nach der schweren Verpuffung, herrscht Panik im Publikum. Fernseh-Physiker Jiménez rief sofort den Notruf, sein Assistent wurde schwer verletzt.
Nach der schweren Verpuffung, herrscht Panik im Publikum. Fernseh-Physiker Jiménez rief sofort den Notruf, sein Assistent wurde schwer verletzt.  © Twitter/Locarium

Sofort eilten die alarmierten Rettungskräfte in das Kulturzentrum, versorgten die Verletzten und kümmerten sich um die Chemikalien. Wie die Feuerwehr noch am Freitag bestätigte, wurden bei der Verpuffung allerdings wohl keine giftigen Stoffe freigesetzt.

Das Kulturzentrum soll so schnell wie möglich wieder geöffnet werden.

Nach Behördenangaben wurden 18 Personen bei dem Unglück verletzt, darunter zehn Kinder. Am schlimmsten hat es den Assistenten erwischt: Der Mann stand in unmittelbarer Nähe der Fässer, als die Verpuffung passierte und wurde schwerverletzt in ein nahegelegenes Krankenhaus eingeliefert.

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Indes vermutet der Veranstalter des Events, die Universität von Girona, dass der Zwischenfall Folge einer Verkettung unglücklicher Zufälle war. Aus bislang ungeklärter Ursache bildete sich eine große Menge Wasserdampf in den Fässern - das habe dann zur Verpuffung geführt, hieß es in einer Mitteilung.

Auch Fernseh-Physiker Jiménez meldete sich auf Twitter zu Wort und entschuldigte sich bei allen Verletzten und wünschte deren rasche Genesung.

Titelfoto: Montage: Twitter/Locarium

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